Vorstellung und Gewinnspiel Kawasaki ZR-7 (Archivversion) In Reih und Glied–––––

Kawasakis jüngstes Naked Bike, die ZR-7, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Ausgangspunkt: die legendäre Z1 von 1972.

Kawasaki und die Reihenvierer: Das ist wie ein guter Fortsetzungsroman. Noch mitten im Lesegenuß, wartet man bereits gespannt auf die nächste Ausgabe. Mit der Belletristik nicht vergleichbar ist hingegen die lange Laufzeit, denn Kawasakis Viererzeiten begannen schon 1972. Auf der IFMA in Köln stand ein Motorrad, das zum Meilenstein werden sollte. Für den Hersteller, aber auch für den Rest der Motorradwelt. 900 Super Four hieß das Wunderkind, firmierte aber schon bald wie so viele andere »Grüne« unter dem Kawasaki-internen Kürzel. Aus der 900 Super Four wurde schnell »die Z1«.Und die hatte, was vorher keine Kawasaki hatte: einen Reihenvierzylinder-Viertaktmotor, damals natürlich fahrtwindgekühlt, mit zwei obenliegenden Nockenwellen und bis dahin unbekannten Leistungsdaten: 82 PS aus 900 Kubikzentimetern, das reichte für 227 km/h Topspeed. Die Verpackung: dem Zeitgeist entsprechend. Splitternackt stand sie da und war mit ihrem knackigen Entenbürzel lecker anzuschauen. Trotzdem war es vor allem die Motorkonzeption, die eine lange Erfolgsstory begründete. Der Reihenvierer wurde »der« Kawa-Motor, überraschte in immer anderen Motorrädern, setzte Trends. In der beinahe schon legendären Z 650, in diversen 750-Kubikzentimeter-Varianten, in 1000er Modellen und in der Wiedergeburt des Naked Bikes, der Zephyr. Und - so hofft Kawasaki - nun auch in der ZR-7, die nahtlos an die vorangegangenen Kapitel anschließen soll.Die ZR-7 sei, so Pressesprecher Henning Schrader, »der ideale Allrounder«. Sie setzt sich nicht eben aus neuen, wohl aber bewährten Zutaten zusammen. Dem Motor zum Beispiel, der - immer noch zweiventilig, aber drehmomentoptimiert - mit 76 PS zwar kein Überflieger ist, für die täglichen Anforderungen aber bestens gerüstet scheint. Oder dem neu konstruierten Doppelschleifenrahmen, der zusammen mit der voluminösen Aluminium-Kastenschwinge (inklusive Uni-Trak-Umlenkhebeleien) und den dicken 41er Standrohren Stabilität in allen Lagen verspricht. Oder der Bremsanlage: zwei 300-Millimeter-Scheiben vorn (ein 240er Exemplar hinten) in Verbindung mit Vierkolbenzangen stehen markentypisch für standesgemäße Verzögerung, die auch in kniffligen Situationen für einen freundlichen Ausgang sorgen soll. Genau wie im richtigen Fortsetzungsroman eben. Und während man noch im aktuellen ZR-7-Genuß schwelgt, darf man sich zwar nicht schon auf das nächste Kawasaki-Modell freuen, aber vielleicht auf die ZR-/ - siehe rechts.

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