Vorstellung: Yamaha Vmax 200 PS

Yamaha hat den Schleier gelüftet: Die Nachfolgerin des Kult-Musclebikes, die neue Vmax, rollt mit satten 200 (in Worten: zweihundert) Pferdestärken an den Start. Und die erzeugt natürlich ein V4-Motor. Tradition verpflichtet.

Foto: Yamaha
Zäumen wir zur Abwechslung das Pferd von hinten auf: die technischen Daten zuerst, wie Yamaha sie angibt.

Antrieb: Vierzylinder-65-Grad-V-Motor, 4 Ventile/Zylinder, 147 kW (200 PS) bei 9000/min, 167 Nm bei 8000/min, 1679 cm³, Bohrung/Hub: 90/66 mm, Verdichtung: 11,3:1, Zünd-/Einspritzanlage, Anti-Hopping-Ölbad-Kupplung, Fünfganggetriebe, Kardan, G-Kat, Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h (elektronisch abgeriegelt)

Fahrwerk: Leichtmetall-Brückenrahmen, Lenkkopfwinkel: 59 Grad, Nachlauf: 148 mm, Motor mittragend, Radstand: 1700 mm. Konventionelle Telegabel vorn, Standrohrdurchmesser: 52 mm, einstellbar in Federbasis, Druck- und Zugstufendämpfung. Zentralfederbein mit Hebelumlenkung hinten, einstellbar in Federbasis, Druck- und Zugstufendämpfung, Federweg vorn/hinten: 120/110 mm

Räder und Bremsen: Leichtmetall-Gussräder, Reifen vorn: 120/70 R 180, hinten: 200/60 R 18; 320-mm-Wave-Doppelscheibe mit Sechskolben-Festsätteln vorn, 298-mm-Wave-Scheibe mit Einkolben-Schwimmsattel hinten

Maße und Gewicht: Länge/Breite/Höhe: 2395/820/1190 mm, Sitzhöhe: 775 mm, 310 kg (fahrfertig, vollgetankt), Tankinhalt: 15 Liter

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So viel zu den nackten Zahlen. Um 200 PS ohne Mörderdrehzahlen herbeizukitzeln, hat Yamaha alle Elektronik-Tricks ausgepackt, die zur Verfügung standen: YCC-I ("Yamaha chip-controlled intake", elektronisch variierte Ansaugtrichter), YCC-T ("...throttle", elektronisch gesteuerte Drosselklappen) und eine neu entwickelte Einspritzung tun in der Vmax Dienst. (Die Fahrwerksjustage geschieht übrigens elektronikfrei; inkonsequenterweise spricht der Hersteller nicht vom "Yamaha manually controlled adjustment" YMC-A.)

Auch an der Hardware zogen die Ingenieure einige Register: geschmiedete Leichtmetallkolben wirken auf gebrochene und gehärtete Pleuel. Außerdem war - man glaubt es angesichts der Formen und der knappen Dritteltonne Gewicht nicht gleich - Leichtbau mit Titankomponenten schwer angesagt.

Wie das Geschoss aussieht, sehen Sie hier und auf dem Fans-and-Family-Festival im Rahmen der Superbike-WM-Rennen am Nürburgring (13. bis 15. Juni). Wie die Vmax fährt, steht baldmöglichst in PS.

Yamaha beharrt übrigens darauf, dass von der Vmax nur eine limitierte Auflage zu haben sein wird - legt sich aber nicht auf das Limit fest. Vielleicht setzt dieses ja das Käuferinteresse, wenn sich nach dem ersten "Boah! Geil! Haben!"-Reiz die unverbindliche Preisempfehlung von 19750 Euro (zzgl. Nk) ins Bewusstsein hineinbeschleunigt - für das Geld gibt's viele Motorräder mit höherer Vmax. Zubehörteile, die die Vmax noch schicker machen sollen, hält Yamaha bereit - und die Hand dafür noch einmal auf.

Wie dem auch sei: Ab November 2008 sind laut Importeur die ersten Fahrzeuge in Deutschland zu haben; Reservierungen nimmt das Internet ab 1. Juli 2008 unter www.new-vmax.com entgegen.

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