Voxan Roadster (Archivversion)

Voxan Roadster

Motor: 72-Grad-V2, Bohrung x Hub 98 x 66 mm, Leistung 74 kW (100 PS) bei 9000/min, Drehmoment 110 Nm bei 6500/min. Fahrwerk: Stahl-Rückgratrahmen, Upside-down-Gabel, Zentralfederbein, Reifen 120/70-17 und 180/55-17. Preis: zirka 22000 Mark.

Was lange währt, wird endlich gut. Jahrzehnte haben die französischen Motorradfans auf ein echtes französisches Motorrad gewartet, bis ihnen Voxan den Wunsch erfüllte. Seit über einem Jahr wird die Roadster an die Kunden ausgeliefert und soll nun auch außerhalb der Grande Nation für Furore sorgen. Das Zeug dazu hat sie. Weniger aufsehenerregend als der Café Racer, gefällt die Roadster mit flüssigem, aber eigenständigem Styling, individuellen Lösungen wie dem Rückgratrahmen und hochwertigen Komponenten. Die Felgen kommen von BBS, die Bremsen von Brembo, die Upside-down-Gabel und das unter dem Motor liegende Federbein stammen von White Power. Kernstück aber ist der 72-Grad-V2 mit 996 cm3 und vier Ventilen pro Zylinder, Doppelzündung sowie Saugrohreinspritzung. Der Motor ist eine Voxan-Eigenentwicklung, leistet 100 PS bei 9000/min und besitzt ein maximales Drehmoment von 110 Newtonmetern. Das sollte ausreichen, die zierliche Roadster mit nur 185 Kilogramm Trockengewicht angemessen voranzutreiben. Der Preis der Roadster wird bei 22000 Mark liegen.
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Voxan Roadster (V) (Archivversion) - Yamaha FZS 1000 Fazer

Motor: Reihenvierzylinder, Bohrung x Hub 74 x 58 mm, Leistung 104 kW (143 PS) bei 10000/min, Drehmoment 95 Nm bei 7500/min. Fahrwerk: Stahl-Doppelschleifenrahmen, Telegabel, 0 43 mm, Zentralfederbein, Reifen 120/70-17 und 180/55-17. Preis: 21500 Mark.
Darauf hat die Fangemeinde gewartet praktisch seit dem Erscheinen der YZF-R1 gewartet. Ein Motorrad abseits von Rundenzeiten und Hanging-off, aber mit dem bärenstarken 1000er-Motor. Jetzt ist sie da. FZS 1000 Fazer: Die Doppelscheinwerfer in der filigranen Cockpitverkleidung erinnern an den grimmigen Blick der R1, der kompakte Motor wird erst ohne verhüllendes Plastik ins rechte Licht gerückt. Der Doppelschleifenrahmen aus Stahl, die aufrechte Sitzposition und die Heckverkleidung hingegen sind Fazer pur. Und die dürfte es in der 1000er-Variante faustdick unter dem Ventildeckel haben, schließlich wurde die Leistung nur geringfügig auf 143 PS bei 10000/min zurückgenommen. Daneben soll eine schwerere Kurbelwelle dafür sorgen, das Temperament der großen Fazer im Zaum zu halten. Fahrwerksseitig kommt eine straff abgestimmte Telegabel und ein Zentralfederbein zum Einsatz, die einteiligen Bremszangen werden von der R1 übernommen. Ganz billig ist die FZS 1000 Fazer mit 21500 Mark allerdings nicht.

Voxan Roadster (V) (Archivversion) - Yamaha FJR 1300

Motor: Reihenvierzylinder, Bohrung x Hub 79 x 66,2 mm, Leistung 107 kW (145 PS), Drehmoment 126 Nm bei 6000/min. Fahrwerk: Aluminium-Brückenrahmen, Telegabel, 0 48 mm, Zentralfederbein, Reifen 120/70-17 und 180/55-17. Preis: 26500 Mark.
Bei der neuen FJR 1300 spricht Yamaha vom Leistungstourer – und hat zweifellos recht, weil sich die FJR in Sachen Leistung und Gewicht in neuen Dimensionen bewegt. Da ist zum einen der komplett neu entwickelte Motor: vier Ventile pro Zylinder, zwei Ausgleichswellen, Einspritzung, zwei geregelte Katalysatoren, 145 PS bei 8500/min und 126 Nm Drehmoment schon bei 6000/min. Zum anderen kennzeichnet die FJR ein komplett neuer Aluminium-Brückenrahmen mit verschraubten Unterzügen, der zum geringen Gewicht beiträgt. 237 Kilogramm Trockengewicht sind in dieser Klasse konkurrenzlos wenig, zumal die FJR über alle Features verfügt, die einen Supertourer ausmachen. Kardanantrieb, elektrisch verstellbare Scheibe, integriertes Koffersystem – alles Serienausstattung, während Topcase, Tankrucksack, Alarmanlage und Heizgriffe als Extra lieferbar sind. Die sollten noch im Budget drin sein, denn 26500 Mark sind angesichts des Gebotenen und beim Blick auf die Preise der Konkurrenz nicht zu viel.

Voxan Roadster (V) (Archivversion) - Yamaha WR 426 F 2 track

Motor: Einzylinder-Viertakt, Bohrung x Hub 95 x 60,1 mm. Fahrwerk: Einschleifenrahmen aus Stahl, Upside-down-Gabel, Zentralfederbein, hydraulischer Vorderradantrieb mit variabler Verteilung des Antriebsmoments. Preis: noch nicht bekannt.
Mit der WR 426 F 2track präsentiert Yamaha ein ganz spezielles Motorrad. Nicht, weil die Enduro nach dem Crosser nun auch über den größeren, kräftigeren Fünfventiler verfügt, sondern weil Yamaha bei ihr in Kleinserie eine Idee umsetzt, die man in der TT 600 schon einmal vorstellte und die dort bestens funktionierte (Fahrbericht MOTORRAD 11/2000): den hydraulischen Vorderradantrieb mit variabler Antriebsverteilung auf beide Räder. Entstanden ist das System in Zusammenarbeit mit Öhlins. Eine Hydraulikpumpe über dem Getriebeausgang wird vom Ritzel angetrieben und treibt über handelsübliche Hydraulikleitungen ihrerseits einen Hydraulikmotor in der vorderen Radnabe an, wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Hinterrades deutlich über der des Vorderrades liegt. So lassen sich maximal 30 PS aufs Vorderrad übertragen, in der Regel sind es aber deutlich weniger, weil die Kraftverteilung wie bei der Visco-Kupplung eines Autos variabel ist. Offen steht noch, wie teuer die WR mit Zweiradantrieb werden wird.

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