Was ist was? (Archivversion) Von Choppern und Cruisern

Breiter Hinterreifen, das Sitzkissen knapp über der Asphaltdecke, dazu flach angestellte Gabel und hoch gezogener Lenker. Das sind die wesentlichen Eckdaten eines klassischen Choppers. Massiv beflügelt wurde dieses Konzept vor knapp 40 Jahren durch den Kultfilm »Easy Rider«. Der Boom ließ nicht lange auf sich warten. In den Achtzigern setzte nahezu jeder Hersteller auf den Chopper, selbst Ducati war mit der 650 Indiana dabei. Heute sind waschechte Chopper nahezu ausgestorben. Einzig Harley-Davidson hat mit der Dyna Glide Street Bob noch einen Vertreter der alten Zunft im Programm. Ab Mitte der Neunziger haben sich die Cruiser entwickelt, die eine ähnlich lang gestreckte, flache Silhouette besitzen. Doch im Gegensatz zu den puristisch aufgebauten Choppern sind Cruiser mit aus­ladend geschwungenen Kotflügeln oder breiten Trittbrettern sehr üppig und barock ausstaffiert. Beide interpretieren das Thema Motorrad jedenfalls auf ganz eigene Weise. Auf den Punkt bringt es Bruce Willis in Tarantinos Kultfilm »Pulp Fiction«: »Das ist kein Motorrad, das ist ein Chopper, Baby!“

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