Wer ist Dario Calzavara? (Archivversion)

Obwohl das Flair des Markennamens Ferrari dominant über der Terra Modena schwebt, verbirgt sich hinter diesem Projekt vor allem ein Name: Dario Calzavara. Der geborene Mailänder leitete das Formel-1-Rennteam von Ferrari zwischen 1981 und 1984. Bereits in dieser Zeit hegte der Teamchef offene Begeisterung für zwei Räder – und teilte sie mit seinen beiden Formel-1-Piloten. In Testpausen jagten Didier Pironi und Gilles Villeneuve die private BMW, mit der Calzavara täglich zur Arbeit fuhr, so lange
um die Ferrari-Teststrecke in Fiorano, bis Il Commen-
datore, Enzo Ferrari höchstpersönlich, aus Sorge um die Gesundheit seiner Fahrer Calzavara zum Verkauf der Maschine nötigte.
Nach 16 Jahren als Motorsportchef des Reifenherstellers Pirelli ließ sich Calzavara im vergleichsweise jugendlichen Alter von 50 Jahren pensionieren, um Zeit für seine heimliche Leidenschaft zu finden: ein Motorrad nach seinen ganz eigenen Vorstellungen
zu bauen. Weil ihm Superbikes unvernünftig erschienen (»zu dichter Verkehr und zu viele Radarfallen«), entschied sich der Ingenieur für ein Supermoto-Bike. Immerhin 1,7 Millionen Euro investierte der heute
56-Jährige in diesen Traum.

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