Werksrenner (Archivversion)

Die eine dient als Homologationsbasis für den Werksrenner, die andere ist ein vom Werksmotorrad abgeleitetes, sehr edles Straßenmotorrad. Die eine, das ist die 1098 R. Seit diesem Jahr müssen zur Homologation für die Superbike-WM mindestens 1000 Serienfahrzeuge gebaut sein, zuvor waren es nur 150. Die 999 R-Motoren besaßen daher fast schon Prototypen-Charakter. Bei 1000 geforderten 1098 R sind aufwendige und teure Lösungen dagegen kaum mehr zu realisieren. Bedingt durch den vergleichsweise langen L-Twin besitzt die 1098 F08 einen rund 20 bis 30 Millimeter längeren Radstand als die japanischen Vierzylinder. Etwa 200 PS entlocken die Techniker dem mit sagenhaften 106 Millimeter Bohrung und 67,9 Millimeter Hub versehenen Twin.

Die andere, das ist die Desmosedici. Sie ist der für die Straße gezähmte Ableger des Werks-GP-Renners, mit dem Loris Capirossi und Sete Gibernau bis 2006 um WM-Punkte gefightet haben, ehe die Hubraumreduktion auf 800 cm³ griff. Da die MotoGP-Klasse eine reine Prototypenklasse ist, ist die Desmosedici eine entsprechend exotische und exklusive Erscheinung. Allein das V4-Konzept mit 70 Grad Hubzapfenversatz ist einmalig, der selbsttragende Kohlefaser-Höcker und Magnesium-Schmiede-Räder nicht minder exklusiv. Nur auf die Kohlefaser-Standrohre und über 240 PS des Werksrenners muss die Replika verzichten. Und den Auspuff im Verkleidungskiel bietet nur der Zubehörkatalog für 5817 Euro.

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