WertungE2

Besonders eng ging es dieses Jahr in der Enduro-Mittelklasse zu, insgesamt zwölf Modelle stritten sich um den Klassensieg. Interessant war das Abschneiden der Modelle, die das Hubraumlimit nicht voll ausschöpfen. Das gilt für die quirlige KTM 200 EXC bei den Zweitaktern, und bei den Viertaktern
setzen KTM und Beta mit ihren 400ern auf gute Fahrbarkeit
und sanfte Motorcharakteristik.
Dass unter schwierigen Bedingungen sich am Ende gerade eines der kleineren Modelle, die 400er-KTM, in der Gruppe mit den meisten Teilnehmern durchsetzen konnte, ist bei näherer Betrachtung keine große Überraschung. Denn die sanfte Leistungsentfaltung macht es bei feuchten Bodenverhältnissen leicht, die Kraft in Vortrieb umzusetzen. Das Prinzip Leistung gilt gerade im Enduro-Sport oft eben nicht, daher mussten sich die deutlich stärkeren 450-Viertakter dieses Mal hinten anstellen.
Mit den Plätzen zwei und vier in der Viertakt-Wertung erzielte der Neuzugang Beta einen Achtungserfolg. Dagegen verlief die Veranstaltung für Husqvarna trotz der langjährigen Enduro-Tradition enttäuschend. Das Gleiche gilt für die Gas Gas FSR 450, im letzten Jahr noch knapp geschlagen Zweiter in dieser Kategorie, 2007 in beiden Prüfungen deutlich abgeschlagen. Eine wahrscheinlich nicht optimal eingestellte elektronische Einspritzung ließ die gewichtige Maschine ausgesprochen schwächlich erscheinen.
Dafür konnte sich bei den Zweitaktern die Gas Gas auf Platz eins setzen, wenn auch nur knapp vor der KTM 250 EXC. Die 200er-KTM wirkte auf dem traktionsarmen Untergrund zu aggressiv und konnte ihre Handlingvorteile nicht nutzen. Und die eigentlich recht ausgewogene 250er-Husky blieb in allen Tests überraschend blass und fand sich am Ende der Rangliste wieder. Das Halbfinale war dann allerdings eine klare Angelegenheit für die KTM 400 EXC, die den Gas-Gas-Zweitakter in die Schranken verwies.

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