Wie viele Zylinder brauche ich? (Archivversion) Eins, zwei oder vier?

Kleine Orientierungshilfe für absolute Beginner: Dreizylindermotoren spielen als Exoten in der Low-Budget-Klasse keine Rolle. Einzylinder sind dort indes stark vertreten. Sie bauen leicht und empfehlen sich trotz vergleichsweise geringer Leistung (unter 50 PS) beim Ampelstart durch satten Punch. Für die Stadt also genau richtig. Bei Dauer-Vollgas auf der Autobahn ist eine gesunde Ölversorgung jedoch schwierig, mögliche Folge ist ein teurer Motorschaden. Behält man aber die Drehzahlen im Auge, ist man mit einem spaßigen Single bestens bedient. Vierzylindermotoren sind langlebiger, wollen in der 600er-Klasse jedoch gedreht werden, sonst geht’s nicht voran. Speziell für unsichere Einsteiger ist es befremdlich, regelmäßig in hohe Drehzahlen vorzudringen, die einem das Gefühl eines kurz bevorstehenden Raketenstarts vermitteln – obwohl kaum die erlaubte Ortsgeschwindigkeit überschritten ist. Wobei genau dieses Gefühl kickt. Einen guten, vielleicht den besten Kompromiss bieten Mittelklasse-Zweizylinder, die in der Regel vollgasfest und wartungsfreundlich sind. Sie sind voll alltagstauglich, der Spaß kommt dennoch nicht zu kurz.

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