Yamaha (Archivversion) YZF 600 Thundercat

Als sie kam, war es zu spät. Oder zu früh, wie man es nimmt. Auf jedem Fall zum falschen Zeitpunkt. Das 600er-Wettrüsten war in vollem Gange, Hondas CBR und Kawasakis ZX-6R waren leichter, sportlicher, auf der Rennstrecke schneller, angesagter. Die Thundercat ging unter. Eigentlich schade, zumal MOTORRAD damals attestierte, sie sei im Alltag und auf der Landstraße die beste CBR, die es je gab. Diese Qualitäten hat die YZF bis heute bewahrt. Die Bremsen zum Beispiel, immer noch allererste Sahne. Oder der Motor , der übrigens leicht modifiziert auch in der Fazer werkelt: ordentlich Kraft, satter Durchzug. Selbst das Handling ist noch auf der Höhe der Zeit. Klar, sie schleppt mit 223 Kilogramm einige Pfunde mehr mit sich herum als andere. Dem sportlich angehauchten Straßenfahrer kann das aber egal sein, bietet die vollverkleidete Thundercat dafür doch guten Wind- und Wetterschutz. Und wer die Dämpfung ordentlich zudreht, hat mit ihr trotz der für Sportler bescheidenen Bodenfreiheit auch auf der Rennstrecke seinen Spaß. Den aber läßt sich Yamaha mit offiziellen 16395 Mark auch ordentlich bezahlen (VT 16/1996 und 4/1999)

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