Yamaha FJ 1100-Umbau (V) (Archivversion)

Total normal

Für die beiden Ausrutscher in seiner Motorrad-Karriere schämt sich Thomas Kalkofen noch heute: Die BMW R 100 RS und der Yamaha-Softchopper XV 750 waren wirklich nicht nach des Bühnentechnikers Gusto. Etwas besser gefielen da schon die Suzuki GS 1000 und die Yamaha TR 1, beide bereits leicht modifiziert. Mit der auf Streetfighter umgebauten FJ 1100 dagegen - inspiriert durch einen England-Urlaub - ist der 34jährige mittlerweile vollends glücklich. Das war beileibe nicht immer so, denn für seine Pforzheimer Freunde, seinerzeit sämtlich Harley-Fahrer, war er während der Umbauphase des Reiskochers die große Lachnummer. Heute gilt Thomas Kalkofen, übrigens nach eigenem Bekunden ein glühender Verehrer des Trennschleifers, in seiner Clique als Trendsetter. Da sich bekanntermaßen nach einer Harley kein Mensch mehr umdreht, wird in Pforzheim zur Zeit recht günstig etliches amerikanisches Schwermetall entsorgt - kleinlaut wird in den örtlichen Bastelbuden über noch skurrilere Fahrzeuge nachgedacht.
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Bike-Steckbrief (Archivversion)

BasisYamaha FJ 1100, Baujahr 1984, Umbau 1993, Umbauzeit sechs Wochen, Kilometerstand Motor zirka 30 000, Fahrwerk zirka 130 000, Leergewicht zirka 230 KilogrammMotorLuftgekühlter Vierzylinder-Viertakter, Hubraum 1084 cm3, 100 PS bei 9000/min, Höchstgeschwindigkeit 238,4 km/h (nach Fahrradtacho), Devil-AuspuffanlageFahrwerkRahmenheck stark gekürzt, Deget-Schwinge, Federbein von FJ 1200, White-Power-GabelfedernSonstigesVerkleidung demontiert und ausgetragen, Instrumente komplett entfernt, Fahrradtacho eingetragen, zwei Lampen vom Traktor, Superbike-Lenker mit Ochsenaugen eingetragen, Sitzbank samt Heckflügel Eigenbau, Seitenabdeckungen durch Lochbleche ersetzt, Radabdeckung durch pfiffige Eigenkonstruktion neu gestaltetKostenBasis FJ samt Unfall-FJ als Teileträger inklusive Material und Teilen zirka 6000 Mark

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