Yamaha FZ1 mit ABS (Archivversion) Kurz und knackig

Sie ist besser geworden, die FZ1 des Jahrgangs 2008. Weil sie nun ein ABS an Bord hat, welches die halbverkleidete Fazer-Version stiftet. Damit trägt nun Yamahas gesamte FZ-Flotte serienmäßig Blockierverhinderer, egal ob mit 600 cm³ Hubraum als FZ6 oder mit dem vollen Liter als FZ1. Die Vierkolben-Festsättel bremsen die nackte 1000er prima ein. Wirkung und Dosierbarkeit sind einwandfrei.
Gemittelt aus zehn Bremsmessungen kommt die 1000er beim vollen Ankern aus Tempo 100 nach 40,5 Metern zum Stehen. Ein guter Wert. Bei vollem Einsatz der Frontstopper auf griffigen Fahrbahnbelägen hebt bei niedrigen Geschwindigkeiten mitunter das Heck ab. Diese Stoppie-Neigung tritt besonders zum Ende einer Vollbremsung mit warmen Belägen auf. Dann muss der Fahrer selbst den Bremsdruck nachregeln. Trotzdem macht das ABS den Kopf frei, weil es keine wertvollen Meter Bremsweg verschenkt. So können einem die Vorzüge der Tausender lange erhalten bleiben. Etwa ihr individuelles Design, bullig und kurz, knackig und knuffig. Oder die aufrechtversammelte, kämpferische Sitzposition.
Ein maskulines, sportliches Naked Bike ist die FZ1, das trotz fetten 190er-Heckschlappens mit neutralem Handling sowie satt gedämpften, straffen Federelementen glänzt. Der Vierzylinder geht gut ans Gas, Lastwechsel laufen geschmeidig und Gangwechsel easy ab. Geblieben ist die maue Power unterhalb von 4000 Touren. So richtig lässt der 150 PS starke, von der R1 abgeleitete Motor erst ab 7000/min die Rakete steigen. Etwas spät für bulligen Landstraßeneinsatz, denn dann liegen im sechsten Gang bereits rund 165 Sachen an.
Das Wichtigste zum Schluss: Quanto costa? 10365 Euro kostet die FZ1 inklusive Nebenkosten, 383 Euro mehr als bislang. Das ist gut angelegt fürs Sicherheitsplus ABS.

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