Yamaha FZ6 Fazer: ABS-Test (Archivversion) Yamaha FZ6 Fazer

Wer Fazer sagt, meint ab sofort auch ABS. Jedenfalls dann, wenn es um die 600er-Variante geht. Ab dem Modelljahr 2006 ist sie serienmäßig mit Anti-blockiersystem ausgestattet, während es die nackte
Variante des Bestsellers nur ohne gibt.
MOTORRAD hatte bereits Gelegenheit, das Fazer-ABS (7995 Euro) zu prüfen – und kam zu einem mittelmäßigen Ergebnis. Mehrere Bremsungen hintereinander ergaben maximale Verzögerungen von 8,6 bis 9,2 m/s2, die durchschnittliche Verzögerung lag bei 8,8 m/s2.
Damit liegt die Fazer zwar besser als eine FJR aus
gleichem Haus (8,5 m/s2), aber deutlich hinter einer unter gleichen Bedingungen gebremsten BMW R 1200 GS
Adventure, die durchschnittlich 9,6 m/s2 erreichte.
Ursache für die guten, doch nicht überragenden Werte sind die deutlich im Handbremshebel spürbaren, relativ langen Öffnungsintervalle, sobald die Blockiergrenze erreicht wird. Da regelt das BMW-ABS feiner
und ohne pulsierenden Hebel. Die Bremsstabilität der Yamaha hingegen geht in Ordnung. Obwohl die Heckpartie leicht wird, gehören Stoppies, wie sie zum Beispiel auf einer Suzuki Bandit 1200 mit ABS vorkommen können (siehe Big-Bike-Vergleich in diesem Heft), bei der Fazer nicht zum Repertoire. Dafür ist sie aber auch von der maximalen Verzögerung einer Honda CBF 1000 (9,7 m/s2) oder gar der Bandit (9,9 m/s2) weit entfernt. Trotzdem ist das ABS ohne Frage ein Sicherheitsgewinn, für den sich 645 Euro Mehrpreis im Vergleich zum
Vorjahresmodell immer lohnen. sek

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