Yamaha FZR 1000 (Archivversion)

egonnen hat die Ära der Yamaha FZR 1000 im Jahr 1987 unter dem Beinamen Genesis mit 989 cm³. Beim ersten Modellwechsel 1989 nannte sich die supersportliche Japanerin aufgrund ihrer neuen Abgas-Auslasssteuerung FZR 1000 Exup, und der Hubraum betrug fortan knapp über 1000 cm³. Weitere Modellpflegemaßnahmen folgten, unter anderem gab’s 1991 eine Upside-down-Gabel. Unabhängig vom Baujahr ist die Yamaha ein reinrassiges Sportgerät für Solisten – außer die Mitfahrer sind unter 1,50 Meter und kommen mit den extrem hoch liegenden Rasten und dem klitzekleinen Sitzbrötchen zurecht. Pluspunkte sammelt die FZR für ihren pflegeleichten Motor, der nur alle 42000 Kilometer nach Ventilspiel-Kontrolle verlangt und bei guter Pflege weit über 100000 Kilometer durchhält. Die wenigen Schwachstellen sollten bereits von den Vorbesitzern behoben worden sein. Dazu gehören rubbelnde Bremsscheiben. Statt der Originalteile steigt man besser auf schwimmend gelagerte Zubehörscheiben um. Ist die Kupplung auf der Probefahrt schlecht zu dosieren oder rupft sie gar, dann lässt man besser die Finger von der Gebrauchten. Der Aufwand einer Reparatur lohnt in der betrachteten Preisklasse kaum. Außerdem ist das Angebot an gebrauchten FZR dermaßen groß, dass man sich getrost anderweitig umschauen kann.

Daten (Bj. 1990):
wassergekühlter Vier­zylinder-Reihenmotor, 100 PS, 1003 cm³, Gewicht 242 kg, Zuladung 198 kg, Tankinhalt 19 Liter, Sitzhöhe 770 mm, Höchstgeschwindigkeit 231 km/h, Beschleunigung 0–100 km/h in 3,7 sek, Durchzug 60–140 km/h in 9,4 sek, Verbrauch 6,6 bis 10,2 l/100 km (Normal).

Marktsituation
Die betagte Sportskanone wird bis Baujahr 1989 und wenigstens 60000 Kilometern schon für unter 2000 Euro offeriert. Modelle aus den 1990er Jahren mit Laufleistungen zwischen 20000 und 50000 Kilometer schlagen mit 2300 bis 2800 Euro zu Buche.

Tests in MOTORRAD
6/1987 (T), 12/1988 (LT), 7/1989 (T), 24/1990 (T), 19/1993 (GK)
T=Test, LT=Langstreckentest, GK=Gebrauchtkauf; Nachbestellungen unter Telefon 0711/182-1229
Internet www.fzr-forum.de

Fazit
Die FZR 1000 ist ein Vollblutsportler und sonst gar nichts. Mit ihren überzeugenden Fahrleistungen kann sie noch immer mit weit jüngeren Motorrädern mithalten. Kaufinteressenten können in einem riesigen Gebrauchtteich fischen.

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