Yamaha FZR 1000 Exup (GK) (Archivversion)

Wer gemütlich tourt, ist rundum zufrieden. Aber die FZR 1000 ist doch ein Bigbike. Die Heizerfraktion mault über den Öldurst und rubbelnde Bremsen.

Unsere Modelle von 1989 und 1991 (55000 und 40000 Kilometer) mit offener Leistung bremsen mit der hauseigenen Sechskolben-Anlage, die ohne Adapter auch an die Telegabel der 89er Jahrgangs paßt. Gußscheiben aus dem Zubehör sind unumgänglich. Kettenkits mit der originalen 532er Teilung halten länger als die angebotenenen 530er. Empfehlenswert: die Verwendung eines 16er Ritzels, da die Sekundärübersetzung ab Werk zu lang ist. Beide Maschinen sind gleich schnell und verbrauchen bei viel Gas bis zu einem, sonst 0,4 Liter Öl auf 1000 Kilometer. Magerer bedüst (Hauptdüsen 122,5 und 120) läuft der Motor besser und verbraucht auch weniger. Aus dem Gebrauchtteile-Angebot in weiser Voraussicht eine neuwertige Benzinpumpe und einen Luftfilterkasten mit Gummistutzen für zirka je 50 Mark sichern.Emil Herbák, Pulheim/László Nadler, BergheimMeine FZR habe ich 1991 neu gekauft und bin bis zu einem Pleuellagerschaden 90000 Kilomter damit gefahren. Außer einem defekten Gabeldichtring und Zahnausfall an einem Kunststoff-Zahnrad im Exup-Stellmotor bei 75000 Kiliometern gab’s keine Probleme. Da sich das Rad nur eine halbe Umdrehung drehen muß, kann man mit etwas Kleber die Einbaustellung so verändern, daß die bisher unbenutzte Hälfte zum Einatz kommt und das Geld für ein Neuteil sparen.Wolfgang Buchen, NetphenMeine FZR habe ich 1993 mit 15 000 Kilometern für 10000 Mark gekauft. Jetziger Stand: 60000. Die FZR ist, was Leistung, Fahrstabilität, Zuverlässigkeit und Langstreckentauglichkeit angeht, das Beste, was ich in 20 Jahren an Motorrädern bewegt habe.Peter Kunzelmann, WeilheimWenn man die drei gravierendsten Mängel der Exup kennt und sie verbessert, erhält man ein nahezu perfektes Motorrad. 1. Bereifung 130/60 vorn und 170/60 hinten austauschen gegen 120/70 und 180/55. 2. Rubbelnde Bremsscheiben vorn austauschen gegen schwimmende Gußscheiben (ABM). 3. Heck zu niedrig: Austausch der Umlenkstreben zur Anhebung des Hecks und damit mehr Schräglagenfreiheit.Dirk Sinß, Waldalgesheim Beste Erfahrungen habe ich mit Ariete-Gabeldichtringen und Lucas-Bremsbelägen gemacht. Seit ich auf Doppelabblendlicht und Philips-All Weather-H4-Glühlampen umgerüstet habe, werde ich nicht mehr so oft übersehen. Nach 70 000 Kilometern folgende Defekte: unzählige Gabeldichtringe, Kupplungsnehmerzylinder undicht, defekte Zündspule, klappernde Exup-Walze (Tip: nach Zerlegen mit Daimler Heißschmierpaste Teile Nr. 000 989 9151 an den Lagerungen behandeln).Rainer J. Maier, Kappelrodeck

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