Yamaha nimmt Stellung ... (Archivversion)

... zu den Nockenwellen, bei denen einige Nocken jenseits der Verschleißgrenze liegen.
Legt man die Messwerte zugrunde, weisen die Nocken tatsächlich Verschleiß auf. Das ist erstaunlich, da das optische Erscheinungsbild tadellos ist und sich dieser Verschleiß daher nicht ohne Weiteres erklären lässt. Unserer Meinung und Empfehlung nach könnte man die Wellen aufgrund des Laufbilds daher bedenkenlos wieder einbauen.

... zu den konisch geweiteten Ventilführungen der Auslassventile.
Die Führungen sind teilweise konisch aufge­rieben. Da der Motor ohnehin zerlegt ist, würden wir die Führungen jetzt tauschen.

... zu Kolben und Zylindern. Angesichts des tadellosen Zustands von Kolben und Zylindern ohne erwähnenswerte Laufspuren oder Verfärbungen können die Teile bedenkenlos weiterverwendet werden.

... zum Bremsenrubbeln durch verschlissene vordere Bremsscheiben.
Dieses Problem taucht hin und wieder auf. Das Rubbeln hat seine Ursache in einem Dickenunterschied, da die Bremsscheiben naturgemäß verschleißen. Besonders heftig ist dieser Verschleiß beim Rennstreckeneinsatz. Trotzdem bemühen wir uns, derartige Probleme innerhalb der ersten zwei Jahre kulant zu regeln, auch wenn die Brems­scheiben natürlich Verschleißteile sind.

... zum deutlichen Materialabtrag an einigen Pleuellagerschalen.
Da das Radialspiel der Pleuellager sogar innerhalb der Einbautoleranz liegt, gibt es keinen Anlass zum Austausch.

... zum Verschleiß an den Kurbelwellenhauptlagern.
Hier gilt dasselbe wie für die Pleuellager. Der Verschleiß liegt innerhalb der Einbautoleranz, sie können bedenkenlos weiterverwendet werden.

... zu den starken Anlaufspuren an zwei Schaltgabeln.
Diese Anlaufspuren kennen wir eigentlich nur von Motorrädern, die häufiger mal ohne Betätigung der Kupplung gefahren werden, wie das oft bei Rennstreckeneinsätzen der Fall ist. Die Funktion wurde davon nicht beeinträchtigt. Da das Getriebe nun ohnehin zerlegt ist, würden wir die beiden Gabeln austauschen.

... zu der zum Dauertestende verschlissenen hinteren Bremsscheibe.
Hier gilt im Prinzip dasselbe wie oben. Nach 50000 Kilometern sprechen wir von ganz normalem Verschleiß.

... zum hakigen Zündschloss.
Trifft man mit dem Schlüssel zu heftig die obere Metallabdeckung des Mechanismus, verbiegt sie sich und schirmt das Innere des Schlosses nicht mehr richtig ab. Das Schloss verdreckt dann und lässt sich nur noch hakelig bedienen.

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