Yamaha R6 (Archivversion) Die säte Rache der R6

248 Runden Vollgas in 6 Stunden, 55 Minuten und 53 Sekunden bedeuten nicht nur das beste Rundenergebnis knapp vor der Ducati. Die Yamaha hat das Kunststück fertiggebracht, sowohl die schnellste Einzelrunde (durch Fernando Cristóbal) als auch den schnellsten Rundendurchschnitt auf sich zu vereinen. Zudem hat sie bei zwei von drei Topspeedmessungen die Nase vorn und zuletzt auch noch in der Beliebtheitsskala.Aber wie bitte ist das möglich? Warum fährt die R6 bei diesem Test so mir-nichts-dir-nichts alles in Grund und Boden? Nun – erstens präsentiert sich die von den schwedischen Freunden mitgebrachte Yamaha R6 konditionell in ausgesprochen guter Verfassung. Mit mächtig Dampf bereits knapp über Drehzahlmitte schiebt das Triebwerk bis weit über die 14000er Markierung herzerfrischend an. Erst kurz vor dem Begrenzer bei 15500/min wirkt die R6 ein wenig lustlos, was sie aber nicht daran hindert, sich ab und an mit selbigem in die Wolle zu kriegen.Zweitens macht das Fahrwerk während der gesamten acht Stunden keinerlei Probleme: unbegrenzte Schräglagenfreiheit, prima Abstimmung, beste Bremsen, exzellente Verträglichkeit mit der Bereifung und eine aggressive Sitzposition wecken blindes Vertrauen in die Fähigkeiten der Yamaha. Nur das Getriebe, das ist und bleibt eine Katastrophe. Die einhellige Meinung der Testcrew zu den abartigen Schaltgeräuschen: »Nur gut, daß es nicht meine ist«.

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