Yamaha SZR 660 (T) (Archivversion) Der Motor - ein Topf für viele Fälle

Der Motor der SZR wurde ursprünglich als treibende Kraft für Paris-Dakar-Wüstenfüchse entwickelt, anschließend schlug er - ganz folgerichtig - eine Weltenbummlerkarriere unter dem Kennzeichen XTZ 660 ein. Nun also versucht er sich daran, einem Straßensportler Beine zu machen.Die Voraussetzungen dafür sind günstig. Anders als bei reinrassigen (Gelände-)Sportmotoren ist dem Kurbeltrieb des 660er Yamaha-Singles eine stirnradgetriebene Ausgleichswelle zur Seite gestellt, die dem Entstehen material- und konditionsmordender Vibrationen im Keim entgegenwirkt. Die Wasserkühlung garantiert gesunde thermische Verhältnisse und dämpft mechnische Geräusche. Dank 100 Millimeter Zylinderbohrung muß der Kolben lediglich 84 Millimeter Weg zwischen den Totpunkten zurücklegen. Bei 7000/min - hier beginnt der rote Bereich auf dem Drehzahlmesser - erreicht die mittlere Kolbengeschwindigkeit moderate 19,6 m/s. Über der großen Bohrung tummeln sich drei Einlaß- und zwei Auslaßventile. Deren Betätigung über eine Nockenwelle und Kipphebel erlaubt, das Ventilspiel im Handumdrehen über Stellschrauben zu justieren. Um die Gemischaufbereitung kümmert sich ein Registervergaser, der für gute Gasannahme über den gesamten Drehzahlbereich sorgt.

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