Yamaha TDR 125 gegen MZ RT 125 (Archivversion)

Alltagstaugliche 125er – großes Kino für kleine Geldbeutel. Yamaha TDR 125 gegen MZ RT 125.

Achtellitermaschinen. Echte Motorräder? Aber sicher. Freiheit, Fahrspaß, Unabhängigkeit. Zum Beispiel mit der MZ RT 125. Viertakend. Funktionell. Und: sparsam. Verbraucht kaum mehr als drei Liter auf 100 Kilometer, kostet 6490 Mark. Könnte aus Schwaben kommen, stammt aber aus Zschopau, Sachsen. Und hat einen Meilenstein im 125er-Motorenbau gesetzt: Doppelnockenwellen-Vierventil-Technik. Eine völlig neue Konstruktion der Zschopauer. Schöpft das 15-PS-Limit voll aus.Gegen dieses innovative Sparmobil hat die Konkurrenz aus Fernost wenig zu bieten. Die Japaner setzen in dieser Klasse auf bewährte Technik. 15 PS schaffen deren Schnapsglas-Singles nur im Zweitakt. Mit Zwiebacksägen-Sound. Yamahas TDR 125 beispielsweise. Gibt’s bereits seit sieben Jahren. Draufsitzen, losfahren, wohlfühlen. Die eierlegende Wollmilchsau, keine Frage. Doch zu welchem Preis? 8790 Mark bomben einen Krater in die Kasse. Damit nicht genug. Die TDR ist Säuferin, saugt sich fünf Liter Benzin plus einen Schuss Zweitaktöl auf 100 Kilometer rein – macht auf 5000 Kilometern satte 320 Mark Kraftstoff-Mehrkosten gegenüber der MZ. Der Punkt geht nach Europa.Und der fürs Design? Kompakt und zierlich wirkt sie, die MZ. Beim Betrachten dominieren Tank und Sitzbank. Gewöhnungsbedürftig. Aber eigenständig. Zudem wird Wichtiges nicht verdeckt. Wartungsfreundlich. Und menschenfreundlich: Die Sitzbank ist lang und bequem. Auch für den Sozius. Die TDR ginge optisch glatt als hubraumstärkeres Bike durch. Die Technik gut versteckt unter einem Plastikkleid. Opulent auch die Ausstattung: Kühlwasseranzeige, in Gummi gelagerte Blinker, Brückenrahmen, Gepäckträger. Trotzdem sucht man die 2300 Mark Preisunterschied zur MZ. Der Design-Punkt? Naja, geht nach Europa. Mut muss belohnt werden.Im Fahrbetrieb ist die TDR in allen Situationen ein Quäntchen agiler und direkter. Der Motor geht spontaner ans Werk, Federung und Dämpfung deklassieren die weich abgestimmte sächsische Brot-und-Butter-Maschine. Gegen die MZ-Vorderradbremse hat die TDR jedoch keine Chance. Beißt zu wie ein Kampfhund. Sahlflexleitungen! Der Punkt geht trotzdem an Japan. Das sich letztlich geschlagen fühlen muss. Mit eigenen Waffen. Einst boten sie viel Technik für wenig Geld.
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Yamaha TDR 125 (VT: Japan gegen Europa) (Archivversion) - Yamaha TDR 125

Motor: Wassergekühlter Einzylinder- Zweitaktmotor, Membraneinlass ins Kurbelgehäuse, Rundschiebervergaser, Hubraum 124 cm3, Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 7000/min, max. Drehmoment 15 Nm (1,5 kpm) bei 7500/min, Sechsganggetriebe.Fahrwerk: Brückenrahmen aus Stahlprofilen, Reifen 100/90 x 18; 130/80 x 17, Radstand 1405 mm, Federweg v/h 180/180 mm.Maße und Gewichte: Sitzhöhe* 840 mm, Gewicht vollgetankt* 139 kg, Zuladung* 176 kg, Tankinhalt/Reserve 11/2,2 Liter.Preis inkl. Mwst. und Nebenkosten 8790 MarkMOTORRAD-Messung+ spritziger Motor, brauchbare Federelemente, O-Ring-Kette, Kickstarter nachrüstbar, Gepäckbrücke- hoher Verbrauch, relativ hohe Anschaffungskosten, hohe Schadstoffwerte, geringe Wartungsfreundlichkeit

Yamaha TDR 125 (VT: Japan gegen Europa) (Archivversion) - MZ RT 125

Motor: Wassergekühlter Einzylinder- Viertaktmotor, zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile, Rundschiebervergaser, Hubraum 124 cm3, Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 9000/min, max. Drehmoment 12 Nm (1,2 kpm) bei 8500/min, Sechsganggetriebe.Fahrwerk: Einschleifenrahmen aus Stahlrohr, Reifen 2.75 x 17; 4.00 x 17, Radstand 1355 mm, Federweg v/h 130/130 mm.Maße und Gewichte: Sitzhöhe* 790 mm, Gewicht vollgetankt* 134 kg, Zuladung* 181 kg, Tankinhalt/Reserve 20/4,5 Liter.Preis inkl. Mwst. und Nebenkosten 6490 Mark+ sehr gute Bremswirkung, handliches Fahrverhalten, komfortable Sitzbank, sparsamer Verbrauch, niedriger Preis- Motor vibriert, Federung zu weich, billige Antriebskette, Kühler ist ungeschützt

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