Yamaha WR 400 F (T) (Archivversion) Die WR im Endurosport

Pokale gibt es im Sport nur bei optimalem Material, adäquate fahrerische Qualitäten vorausgesetzt. Das bedeutet wie bei jeder anderen Enduro: Es darf ein bißchen geschraubt werden. Zunächst einmal gilt es die Federung an das Gewicht und den Fahrstil anzupassen. Die komfortable Serienabstimmung bietet in Extrrmsituationen zu wenig Reserven. Wer es ordentlich fliegen läßt und um die 70 Kilo oder mehr auf die Waage bringt, braucht straffere Federn und entsprechende Dämpfung. Die progressiven Elemente der YZ wären für rennmäßige Fortbewegung gerade richtig. Kostengünstiger ist auf jeden Fall eine Überarbeitung der Serienteile beim Fahrwerksspezialisten. Auch in puncto Leistung ist die YZ das Maß der Dinge. Daß es nicht ganz leicht fällt, deren Potential auszuschöpfen, beweisen die Probleme des französischen Enduro-Champions Stéphane Peterhansel in der Weltmeisterschaft: Er ging bei den ersten Rennen mit einem hörbar modifizierten Auspuff an den Start und handelte sich prompt Schwierigkeiten mit den Funktionären ein. Die Verlockung ist groß, mit anderen Schalldämpfern auch das ein oder andere Kilogramm abspecken, bei den pedantischen Geräuschkontrollen deutscher Abnahmekommissare dürfte das jedoch auf wenig Gegenliebe stoßen.Weniger Streß bringen andere Modifikationen: Vorteilhaft für enge Sonderprüfungen ist eine crossmäßige Sitzposition, mit der viel Druck auf die Vorderpartie gemacht werden kann. Der französische Importeur bietet dazu den kleineren Tank des Crossers nebst Sitzbank und Dekorsatz als Kit für etwa 850 Mark an. Acht Liter Brennstoff dürften für hierzulande übliche Etappen im Endurosport ausreichen.

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