Yamaha XJ 900 S Diversion (LT: 50 000 km) (Archivversion)

Ich kaufte meine XJ 900 S Diversion im Dezember 1994 neu. Seitdem habe ich 12 700 Kilometer problemlos hinter mich gebracht. Die Bremsen wertete ich mit Spiegler-Stahlflex-Bremsleitungen auf. Da ich mir beim Kauf des Motorrads gleich die Yamaha-Koffer mitkaufte, es aber kein passendes Topcase dafür gibt, ist meine Topcaseaufnahme Marke Eigenbau. So habe ich Südfrankreich (zehn Tage) und Dänemark (fünf Tage) äußerst gut überstanden. Der Lack ist etwas mau geraten, dafür bin ich mit Fahrwerk und Reifen sehr zufrieden. Bei Kilometerstand 12 000 ersetzte ich die Bremsbeläge komplett. Mein durchschnittlicher Verbrauch bei sportlicher Fahrweise liegt bei 6,3 Litern. Ich würde mir die XJ 900 S jederzeit wieder kaufen.Jürgen Kilian, 22419 HamburgDie Kilometerzahl beträgt mittlerweile knapp 9000, die ich bis zum heutigen Tag ohne technische Mängel absolviert habe. An der Maschine gefällt mir der laufruhige, durchzugsstarke und kraftvolle Motor. Der Verbrauch liegt zwischen knapp fünf (Landstraße, bei ruhiger Fahrweise) und sieben Litern (Autobahn) auf hundert Kilometer. Dazu kommt das stabile und komfortable Fahrwerk, das auch volle Beladung gut verkraftet. Die Sitzposition ist für meine Größe (1,83 Meter) ideal, weil ermüdungsfrei. Die Bremsen sind im Prinzip okay, könnten aber einen Tick mehr »Biß« haben. Sehr gut gefällt mir auch der kaum spürbare und vor allem wartungsarme Kardanantrieb, den ich in Zukunft bei keiner neuen Maschine missen möchte. Bemängeln möchte ich die original Dunlop-Reifen, die nur mäßig, bei Regen schlecht haften. Ich habe heute auf Bridgestone BT 54 umgerüstet, von denen ich doch einiges mehr an Haftung und vielleicht auch an Handlichkeit erwarte. Die Maschine ist gut ausgestattet, so daß ich außer Stahlflex-Bremsleitungen keine größeren Veränderungen vornehmen werde. Die Verarbeitung ist im großen und ganzen gut, wenn auch manche Details wie billige Schrauben, verbunden mit dem miserablen Bordwerkzeug, Anlaß zum Ärger geben. Wenn man ein genügsames und zuverlässiges Motorrad für lange Touren sucht, kann ich die Diversion nur empfehlen. Vergleicht man sie mit anderen Motorrädern, stellt man fest, daß sie für heutige Verhältnisse recht preiswert ist.Volker Wegener, 40237 DüsseldorfIch fahre seit 1970 Gespann und habe so ziemlich alles bewegt, was zwei und mehr Räder hat. Angefangen mit einer NSU Max bis zur GL 1500. Seit April 1995 nun fahre ich eine XJ 900 S mit EML CT 2000-Umbau. Mein Fazit nach knapp 6000 Kilometern mit diesem Gespann: eines der Dreiräder, die den meisten Spaß machen.Durchzug von 2500/min bis zum Drehzahlende; spontaner Motor, gute Kaltlaufeigenschaften; Verbrauch zwischen sieben und zehn Litern (Normal) auf 100 Kilometer, Ölverbrauch nicht meßbar; für mich selbst (1,90 Meter) könnte die Sitzbank höher und straffer gepolstert sein, Ladenkontrolle fehlt, Vorderschutzblech zu kurz; aber alles in allem: ein Gespann, welches ich mir so lange wieder kaufen würde, bis ich etwas Besseres gefunden hätte.Günther Berglar, 58730 FröndenbergIch bin zirka 8500 Kilometer mit meiner XJ gefahren und mußte nie auf Fahrspaß verzichten. Die XJ habe ich als ein zuverlässiges und praktisches Motorrad erlebt. Bei der Edelweiß-Alpen-Tour hielt sich der Verbrauch von zirka fünf Liter Normalbenzin in Grenzen. Auf heimischen Landstraßen braucht sie im Schnitt 6,5 Liter. Auf Strecken mit langen Vollgas-Etappen laufen auch mal 9 Liter durch die Vergaser. Lobenswert ist die Reichweite einer Tankfüllung, je nach Fahrweise kommt man 300 bis 400 Kilometer weit. Auch den wartungsfreien Kardan lernt man auf großer Tour schätzen, und fahren läßt es sich wie mit einer Kette. Auf der Diversion sitzt man entspannt, und diese Tatsache läßt ausgedehnte Touren ohne körperliche Probleme zu. Auch die engen Kurven der Alpenpässe bereiteten keine Probleme, mit dem hohen Gewicht der Maschine fertig zu werden. Aber Schwachpunkte sind die Federelemente der XJ. Vorn sind sie mir zu weich und hinten, trotz der vierfachen Verstellmöglichkeit, zu hart. Leider ist meine XJ aufgrund eines Unfalls nur noch ein Haufen Schrott. Aber ich werde mir wieder eine Diversion zulegen, und ich kann sie nur jedem Tourenfahrer empfehlen, der ein zuverlässiges und preisgünstiges Motorrad sucht.Rolf Klemm, 09517 SorgauNach meiner Meinung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in dieser Klasse. Hervorragende Tourentauglichkeit, gutes Styling und Verarbeitung. Fahre seit März 1995 (15 500 Kilometer) diese Maschine und hatte auch auf meiner 8000 Kilometer-Urlaubstour keine Probleme. Der durchschnittliche Verbrauch lag im Landstraßenbereich bei 4,5 bis 6 Litern, auf der Autobahn bei maximal 7,5 Litern (mit Gepäck). Der Hinterradreifen mußte nach 12 300 Kilometern erneuert werden. Ein Ölverbrauch war nicht meßbar. Die Maschine läßt sich ohne großen Kraftaufwand flott über Landstraßen bewegen. Kritikpunkte sind für mich der fehlende Kat, kein Benzinhahn, Windschutzscheibe für meine Größe (1,87 Meter) zu klein. Hier vermisse ich doch die alte Pichlerverkleidung. Aber alles in allem eine super Maschine, der nur eine XJ 1200 S gefährlich werden kann.Roger Nickl, 40225 DüsseldorfMeine XJ kaufte ich am 8. Oktober 1994. Nach bisher 8400 Kilometer problemloser Fahrt bin ich zufrieden mit dem Motorrad. Die Verkleidung hält den Oberkörper sehr gut frei vom Fahrtwind. Geräusche von der Verkleidung, wie sie bei anderen Maschinen gleichen Typs auftreten, sind keine festzustellen. Die Sitzposition ist in Ordnung. Der Lenker könnte meiner Meinung nach etwas höher und breiter sein. Der Verbrauch der Maschine liegt zwischen 5,5 und 6,5 Liter/100 km. Ölverbrauch ist nicht feststellbar. Bereits ab 1500/min im 5. Gang (zirka 40 km/h) nimmt das Triebwerk ruckfrei Gas an. Bei 5500/min ist dann noch einmal ein Kick zu verspüren. Die Inspektionskosten sind gering (1000er: 136 Mark, 6000er: 246 Mark). Nach 7100 Kilometr war der hintere Reifen fällig. Was sehr stört, ist der Shimmy-Effekt zwischen 60 und 90 km/h. Mit zunehmender Kilometerleistung ist diese Fahrwerksunruhe schlimmer geworden. Wahrscheinlich sind die serienmäßigen Dunlop-Pneus dafür verantwortlich. Die Lackqualität könnte besonders im Knieschlußbereich vom Tank besser sein. Das Fahrwerk ist recht straff ausgelegt.Andreas Lencioni, 66869 RuthweilerAm 1. März 1995 wurde meine XJ 900 S zugelassen. Im alltäglichen Gebrauch legte ich bis jetzt 8500 Kilometer zurück. Schäden und Reparaturen sind nicht aufgetreten, nur ein Dröhnen innerhalb der Verkleidung konnte bis jetzt nicht beseitigt werden. Der Verbrauch an Kraftstoff liegt im Schnitt bei 6,2 Liter/100 km Normal-Benzin. Ölverbrauch ist nicht festzustellen. Leider hat sich der Verbrauch gegenüber dem Vorgängermodell XJ 900 F bei gleicher Fahrweise und Strecke um 0,7 Liter/100 km erhöht. Der Windschutz der Verkleidung ist gut, allerdings nur auf den Oberkörper bezogen, der Kopf könnte noch besser geschützt sein. Für mich ist die Yamaha genau das richtige Motorrad und bietet mir Fahrspaß pur. Das einzige, was ich an dem Motorrad vermisse, ist ein geregelter Kat inklusive Einspritzung.Ulrich Zehm, 55234 Bechtelsheim

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