Yamaha XJ6 Diversion ABS (Archivversion)

Endlich, endlich füllt Yamaha eine fette Lücke im Modellprogramm. Mit der neuen XJ6 Diversion will man nun wieder gewinnen, was man vor Jahren einfach aufgegeben hat. Zehntausende XJ 600 Diversion wurden in den 90er Jahren verkauft. Die 1998 vorgestellte Fazer 600 konnte daran nicht mehr anschließen und die aktuelle, sportlich ausgelegte FZ6 Fazer in der simpel über einen Gasanschlag auf 78 PS gedrosselten Version erst recht nicht. So machen bei den 600er-Allroundern Honda CBF 600 S, Kawasaki ER-6f und Suzuki Bandit 650 S das Geschäft.

Da will Yamaha mit der Neuen jetzt auch wieder mitmischen. Dazu waren echtes Downsizing des einstigen R6-Antriebs auf die versicherungsgünstige 78-PS-Klasse und großzügige Umbaumaßnahmen notwendig. Dem Motor wurde mit einem neuen Zylinderkopf mit schlankeren Kanälen sowie zahmeren Nockenwellen nun echte Alltagstauglichkeit anerzogen, der aufwendige Aluminium-Rahmen durch ein robustes, schlankes und kostengünstiges Stahlrohrchassis ersetzt. Eine hoch aufragende, rahmenfest montierte Halbverkleidung soll zusammen mit der bequem gestylten Sitzbank Tourentauglichkeit gewährleisten.

In dem unter dem Motor verlegten Auspufftopf steckt ein Dreiwege-Katalysator. Außerdem erhielt die XJ6 im Vergleich zur Fazer eine leichtgängigere Kupplung und einen überarbeiteten Schaltmechanismus, um die Gangwechsel weicher zu gestalten.

Die vollgetankt immerhin 216 Kilogramm schwere Maschine lasse sich ausnehmend handlich bewegen, verspricht Yamaha, und könne somit auch von Einsteigern sicher gesteuert werden. In Deutschland ist die XJ6 Diversion ausschließlich mit ABS erhältlich, wobei es sich um ein deutlich moderneres System handelt als das bisherige FZ6-ABS.

Eine Ausstattung ohne kostspielige Extras und eine technisch weniger aufwendige Ausführung lassen hoffen, dass Yamaha mit der XJ6 Diversion wieder einen echten Preisbrecher im Programm hat. Nicht mehr als 7000 Euro inklusive ABS wären ein gutes Angebot.

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