Yamaha XJR 1200 (GK) (Archivversion)

Einige XJR-Treiber wollen mehr Leistung, fast alle ein ruhigeres Fahrwerk. Viele experimentieren mit unterschiedlichen Reifendimensionen. Nur beim Aussehen sind alle einig: Daran gibt’s nichts zu verbessern.

Der Erstbesitzer legte die Maschine nach wenigen Kilometern auf die rechte Seite. Davon zeugen noch heute ein paar ausgebrochene Kühlrippen und Kratzer am Auspuff. Trotzdem ist sie meine Black Beauty. Ein wichtiger Kaufgrund war für mich auch das gelungene, neoklassische Erscheinungsbild. In allen Einsatzbereichen macht dieses Motorrad eine gute Figur. Man könnte fast sagen, hier ist sie, die eierlegende Wollmilchsau.Dierk Marten, LübbeckeEigentlich müßte ich diese Maschine längst verkauft haben, aber immer, wenn ich vor ihr stehe, bringe ich es einfach nicht übers Herz. Kleinere Garantie- und Kulanzarbeiten durch Yamaha: Gabelsimmerringe neu (1000 Kilometer); Zylinderkopf undicht; O-Ring Ölsteigleitung und Dichtung neu (6000) ; Zylinderkopf undicht, Kopf geplant (12000); Schwingenlager ausgeschlagen (17000); beide hinteren Stoßdämpfer undicht, Dämpfer neu (22000); Gabeldichtringe undicht, Austausch der Standrohre (22000).Axel Bold, MerzigMit der XJR 1200 SP bin ich viel unterwegs und finde die gut gepolsterte Bank auch bei längeren Touren sehr bequem, auch der Beifahrer sitzt entspannt. Für den mittlerweile serienmäßigen Standrohrschutz aus Plastik paßt bei älteren Jahrgängen auch der der Triumph T 595 Daytona (zirka 35 Mark).Josef Fuchs, NiederwinklingDen Originalzustand der Kenny Roberts Replica habe ich wie folgt verändert: offene Ansaugstutzen der FJ 1200, K&N-Luftfilter, Ansaugrohr im Luftfilter auf drei Zentimeter gekürzt und eine Vier-in-eins-Anlage von Schüle mit ABE montiert. Diese Maßnahmen machten dann eine verstärkte Kupplung notwendig. Weiterhin kam die Racing-CDI-Einheit von Over zum Einsatz. Dieses Set-Up bringt 111 PS am Hinterrad. Schade, daß Yamaha mit der XJR 1300 nun das ausgereifte Motorrad bietet, das sich die 1200er Treiber teuer über Zubehör bauen müssen.Jürgen W. Kraft, E-mailÜberarbeitungsbedürftig ist der Kettenschutz. Ich habe ein Alublech angenietet, das die Kette nun effektiver vor Dreck und Spritzwasser schützt. In Verbindung mit einem Scottoiler ergibt sich daraus ein langes Kettenleben.Reinhart Feldmann, LeipzigDaß sich der 130er Knackwurst-Vorderradreifen so stur auf das Einlenken in Kurven auswirkt, hätte ich nie geglaubt. Deshalb ersetzte ich ihn durch einen 120er ME Z1 von Metzeler. Eine Devil-Racing- vier-in-eins bringt nicht nur mächtig Druck in Richtung roten Bereich, sondern auch glatte drei Punkte in Flensburg.Andreas Weck, StraubenhardtDas Motorrad hat jetzt 16000 Kilometer drauf und ich bin trotz Fahrwerksunruhen in langgezogenen Kurven und schlechter Tanklackierung begeistert. Wünschenswert für die Zukunft wäre ein geregelter Kat, aber keine 1300er.Klaus Hillenbrandt, Moers Weil eine Reihe Elektrokabel zu dicht und stramm über dem Luftfilterdeckel verlaufen, wird ein einfacher Wechsel zur quälenden Fingerübung.Martin Harth, SteinauMit der Originalbereifung (Bridgestone BT 56) war das Einlenkverhalten neutral, mit der 130/170er Kombination hatte ich keine Probleme. Trotzdem rüstete ich auf 120/180 von Pirelli MTR 01/02 um. Mit zwei Personen lag die Maschine zwar satter und setzte auch nicht mehr mit den Rasten auf, dafür fiel sie bei langsamer Fahrt übers Vorderrad in die Kurven. Der Hinterreifen maß 187 Millimeter in der Breite. Bei der Metzelerpaarung ME Z4 120/180 maß der Hinterradreifen lediglich 178 Millimeter. Die Maschine rollte damit wesentlich gleichmäßiger in Schräglage, jedoch nicht so harmonisch wie mit den Originalreifen. Also werde ich das nächste Mal wieder die Originalreifen montieren.Ulf Diehl, WaiblingenUm das Lenkerschlagen bei hoher Geschwindigkeit in den Griff zu bekommen, rüstete ich auf 120/180er Bridgestone BT 54 um. Obendrein gönnte ich meinem Bike noch ein paar Hyperpro-Gabelfedern vorn, und die kleinen Probleme waren gelöst.Uwe Schubert, Sontra

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