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Yamaha XJR 1300 Yard Built Big Bad Wolf by El Solitario

Yamaha XJR 1300 Yard Built Big Bad Wolf by El Solitario

Im Rahmen des Yamaha Yard Built-Programms entstehen in Zusammenarbeit mit Customizern jede Menge Umbauten. Dieses Mal präsentiert Yamaha die Big Bad Wolf by El Solitario.

Die spanische Custom-Schmiede El Solitario hat sich der Yamaha XJR 1300 angenommen. Es ist das letzte Yard Built-Bike für dieses Jahr und gleichzeitig das Jubiläumsbike zum 20. Geburtstag der XJR. Live zu bewundern war „Big Bad Wolf“ bereits auf dem Glemseck 101 im September 2015. Beim traditionellen Achtelmeilen-Rennen vollstreckte dieser Umbau auch gleich den Titelverteidiger.

Die Yamaha XJR 1300 Big Bad Wolf by El Solitario entstand in Yard Built-Manier ohne Schneid- und Schweißarbeiten am Originalrahmen der Serien-XJR.

David Loner von El Solitario über das Yard Built-Projekt „Big Bad Wolf“: „El Solitario hat keine Erfahrung mit Vierzylinder-Motorrädern, daher sahen wir uns zunächst vor einer Mammutaufgabe. Über mehrere Monate stellten wir uns immer wieder die gleiche Frage: Wie können wir etwas ganz Besonderes schaffen? Wir mussten praktisch bei null anfangen. Was uns die meisten Sorgen bereitete, waren die Aspekte Leistung und Technologie. Beide Aspekte waren für uns unbekannt und kostspielig zugleich. Plötzlich schlug unsere ursprüngliche Skepsis in Neugier um, und wir gingen die Herausforderung an. Wir sind alle Motorrad-Vollblutdesigner, keine Ingenieure. (...)“

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Überarbeitung des Motors

Für das Umbauprojekt arbeitete El Solitario unter anderem mit Mauro Abbadini von Classic Co. zusammen, der die technische Direktion übernahm. Als erfahrener Rennfahrer brachte er neben weiteren Exparten aus der Rennszene sein Know-how ein.

An der Yamaha XJR 1300 BBW by El Solitario ist fast alles custom-made. Ausnahmen: Rahmen, Tank, Lenker und Rücklicht wurden beibehalten. Das Leergewicht wurde von 241 auf 183 Kilogramm reduziert.

An den Motor legten die Customizer ebenfalls Hand an: Die Einlasskanäle wurden überarbeitet und die Strömung optimiert. Die Verdichtung erhöhten sie von 9,7:1 (Serie) auf 10,7:1 und auch an die Brennräume gingen sie ran. Die Pleuel bekamen Titanschrauben, die Kurbelwelle wurde feingewuchtet, die elektronische Benzineinspritzung durch Lectron 42-Vergaser ersetzt. Die Vergaser wurden auf dem Prüfstand von Lectron Fuel Systems für die „Big Bad Wolf“ abgestimmt. Eine programmierbare Zündung von Dynatek komplettiert die Motorüberarbeitung und alles in allem bringt der umgebauten XJR 1300 eine Leistungssteigerung von 78 kW (106 PS) auf 108 kW (148 PS).

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Anbauteile

Classic Co. fertigte ein Heck aus Kohlefaser, die Lufteinlässe für die Ansaugluft und den Motorspoiler sowie die gesamten Aluminiumhalterungen für die erforderlichen Modifikationen an. Der britische Hersteller Dymag entwickelte Carbon-Räder für die „Big Bad Wolf“, die aber auch auf die Serien-XJR passen. Acke Rising von ISR in Schweden führte anhand der Konstruktionspläne von El Solitario einen Großteil der maschinellen Bearbeitung durch und fertigte auch die Gabelbrücken, die Aufnahmen für die Bremsscheiben sowie die Halterung für den Hinterrad-Bremssattel an. Ebenfalls von ISR: Der Bremshebel, die Sechskolben-Vorderradbremszangen und Vierkolben-Bremszangen am Hinterrad.

K-Tech Suspension entwickelte gemeinsam mit Novatech die Gabel sowie die hinteren Stoßdämpfer. Der Titanauspuff stammt von Asahina Racing aus Japan und passt auf die „Big Bad Wolf“ genauso wie auf die Serien-XJR. Moto GP-Ölkühlerlieferant Taleo Racing aus Madrid fertigte den halbrunden Ölkühler, und EMD aus Frankreich stellte die Aluminium-Motorseitendeckel her, die in Kürze bei El Solitario als Gussversion für die Serien-XJR1300 erhältlich sein werden. Der Tankverschluss kommt von TWM, die Aluminiumschwinge von Over Racing aus Japan.

Die Yamaha XJR 1300 Big Bad Wolf wurde mit der Motogadget M-Unit versehen und ist mit der Motogadget M-Lock zum Ein- und Ausschalten der Motorrades ausgestattet. Von Corona kommt der Schaltautomat und PIAA liefert die Scheinwerfer. Das Custombike rollt auf Michelin-Straßen-, Slick- und Regenreifen. Die Grafikgestaltung und Lackierung übernahm der Londoner Künstlers Death Spray Custom.

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