Gert Thöles Yamaha XT und HL 500 Die erste Liebe

"Als ich Anfang 1976 erste Fotos der XT 500 in MOTORRAD sah, war sofort klar: die, und keine andere."

Foto: Thöle

Ich lernte die Berichte damals auswendig und kratzte als Student jeden Pfennig zusammen, um dann im Frühjahr 1977 eine der ersten offiziell angebotenen Maschinen in Deutschland zu ergattern.

Die XT war der Hammer: 500-cm³-Viertakter, aber mit zuverlässiger japanischer Technik, eine kernige Geländemaschine – und sie sah einfach fantastisch aus. Gleich am Anfang gab es einen Schreckmoment: An einer Ampel riss es das Vorderrad hoch, ich fuhr ein eindrucksvolles Wheelie quer über die Kreuzung. Sah wohl cool aus, war aber völlig unkontrolliert. Okay, gut gegangen, Backflip vermieden, ich war schwer beeindruckt ob dieser schieren Gewalt.

Aus heutiger Sicht beurteilt man das natürlich anders, aber damals war die XT mit ihrem drehmomentstarken Zweiventiler etwas ganz Besonderes. Ich habe meine XT dann umgehend geländemäßig umgefrickelt: grobe Metzeler Six Days, lange Bilstein-Dämpfer, Tweesmann-Auspuff, Plastik-Kotflügel; überflüssiger Firlefanz kam in die Tonne.

Schon Ende 1977 war die XT im Geländeeinsatz ziemlich stark aufgearbeitet, ich wechselte zum Crosser HL 500. Mit dem fuhr ich einige Jahre Rennen. Und der HL bin ich bis heute treu geblieben. Ab und zu bekommt sie noch Auslauf, im September darf der Dampfhammer wieder beim Classic-Cross in Wietstock aus seinem Megafon ballern.

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