Yamaha XT 660 X (LT: 50 000 km) (Archivversion)

Meine XT 660 X hat mittlerweile 15000 Kilometer auf der Uhr. Der Single sprang stets auf Knopfdruck an und zeigte keinen Defekt, selbst Öl durfte ich nicht nachfüllen. Eine solide Leistung. Gegenüber der Originalbereifung Pirelli MTR bot der montierte Continental Road Attack nicht nur eine höhere Laufleistung, sondern auch mehr Grip. Das von anderen XT-Fahrern festgestellte Pendeln im höheren Geschwindigkeitsbereich trat bei mir nicht auf, ich fahre allerdings immer solo und ohne Gepäck. Auch bei mir lösten sich die Aufkleber an den Tankseiten; nicht schlimm,
mir gefällt die XT ohne besser. Das viel diskutierte Konstantfahr-
ruckeln tritt durch ein geändertes Steuergerät (Yamaha) nur gelegentlich in Tempo-30-Zonen auf. Der Verbrauch pendelt zwischen vier und fünf Litern, der in einem Test irgendwo mal angegebene Minimalverbrauch von 3,1 Litern blieb unerreicht. Für den Kampf auf der Kartbahn gegen Husky & Co ist die Leistung zu niedrig und das Gewicht zu hoch. Nobody is perfect.
Jürgen Wenzel, Herne
Seit Juli 2004 habe ich mit meiner XT 660 X überwiegend
zu zweit nahezu 8500 Kilometer abgespult. Gleich nach dem
Kauf nervte das Konstantfahrruckeln. Bei der 1000er-Inspektion wurde von meinem Händler die Einstellung der Einspritzanlage
geändert. Gebracht hat das Ganze leider nichts. Deswegen wurde Anfang 2005 das Steuer-
gerät auf Garantie ausgetauscht, und jetzt ist das
Ruckeln fast verschwunden. Zusätzlich habe ich noch eine Iridium-Zündkerze montiert und bin mit der Laufkultur (ist schließlich ein Einzylinder!) zufrieden. Der Verbrauch liegt zum Teil unter vier Litern und steigt eigentlich nur auf der Autobahn bei Tempo 140–150
auf bis zu sechs Liter an. Der erste Hinterreifen (Pirelli MTR 02) war nach 2400 Kilometern abgefahren, der zweite hielt 2200. Da ich eine solche Laufleistung für einen Witz halte, habe ich mich trotz des nicht so guten Abschneidens im Supermoto-Reifentest für den Avon Distanzia entschieden. Nach fast 4000 Kilometern inklusive Dolomiten-Runde (zum Teil im strömenden Regen) bin ich mit diesen Reifen restlos zufrieden: der Verschleiß sehr gering und Haftung für Normalsterbliche mehr als ausreichend! Fazit: ein absoluter Spaßmacher mit super Bremsen, einem Motor mit ausreichend Dampf und gutem Design. Würde dieses Motorrad jederzeit wieder kaufen!
Michael Möser, Sinntal-Schwarzenfels
Ich habe meine XT 660 X nach einer begeisternden Probefahrt im Juni 2004 spontan gekauft. Das Konstantfahrruckeln, das ich drei Wochen nach Übergabe der Maschine bemängelte, wurde im April 2005 nach Hinweis auf den Artikel in Motorrad durch Austausch der Steuereinheit weitestgehend eliminiert. Meine Maschine steht in einer trockenen Garage und wird nur von März bis Oktober gefahren. Nach kurzer Regenfahrt im Mai 2005 musste ich im unteren Tankbereich Rost feststellen. Mein Händler hat ihn unten entrostet und die Stellen mit schwarzem Lack versiegelt.
Kurz vor Saisonende (September 2005) und der damit verbundenen Grundreinigung stellte ich fest, dass die Lackierung des Motors abzublättern begann. Die Auf-
kleber auf den Seitenteilen des Tanks waren an den Spitzen
alle abgelöst und ließen sich rückstandslos abziehen. Ich bat Yamaha, zu der schlechten Qualität Stellung zu beziehen. Man verwies auf meinen Vertragshändler, der die ganze Sache begutachten sollte. Die Maschine steht jetzt in der Werkstatt, und alle bemängelten Teile werden auf Garantie getauscht. Die miese Verarbeitung ist umso ärgerlicher, da die XT-X einfach Spaß macht: klasse Motor, gutes Handling, gute Tourentauglichkeit.
Frank Landschoof
Meine XT hat jetzt 22000 Kilometer abgespult, zeitlich mehr in der Stadt und auf der Landstraße, kilometermäßig mehr auf der Autobahn. Im Rahmen der 10000er-Inspektion wurde die Einspritzanlage neu eingestellt und damit das Konstantfahrruckeln gemildert. Es ist überhaupt nicht mehr störend. Ich wiege 110
Kilo bei 1,92 Meter Größe und habe ein Topcase sowie Koffer
von Hepco & Becker montiert. Auf den Langstreckenfahrten zwischen München und dem Rheinland zu meinen Kindern pendelt die Maschine gelegentlich sogar ohne Beladung. Nicht schlimm, es ist locker in den Griff zu bekommen, ohne dass man die Geschwindigkeit verringern muss. Bei 19200 Kilometern löste
sich die Mutter des Primärtriebs. Das verursachte fiese Motorgeräusche. Die Konstruktion wurde mit neuem Sicherungsblech und Loctide wieder gesichert. Mein Fazit: Die XT 660 X ist ein super Motorrad. Sehr handlich und bequem, sogar für die Langstrecke geeignet.
Bernd Loos, München

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel