Yamaha XV 1100 (GK) (Archivversion)

Meine XV 1100 habe ich im April 1993 mit 13 800 Meilen als US-Modell, Baujahr 1986, gekauft. Mittlerweile hat sie 25 500 Meilen, also etwa 41 000 Kilometer auf dem Buckel, darunter zwei Griechenland-Reisen. Nur der Anlasser machte von Anfang an Probleme. Durch ein neues Zahnrad und eine neue Schaltgabel war das Übel für 250 Mark Teilekosten behoben. Ihre Zuverlässigkeit und der Fahrspaß auch mit Sozius haben mich überzeugt.Markus Meister, MünchenMeine XV 1100 habe ich 1993 bei einem Grauimporteur für 11 500 Mark gekauft. Die Virago hat vom Fahrwerk her eher den Charakter eines Tourers. Die Original-Fußrastenanlage tauschte ich gegen eine vorverlegte von Burchard (670 Mark). Von der Dunlop-Bereifung wechselte ich auf Metzeler Marathon - Freigabe beim TÜV für 18 Mark. Die Laufleistung von 15 500 Kilometer hinten und das Kurvenverhalten, vor allem bei Regen, wurden deutlich besser. Der Motor zieht ab 1500/min ohne Leistungsloch mühelos bis in den roten Bereich kräftig durch. Zu bemängeln ist lediglich die Ölkontrontrolle, die viel zu früh aufleuchtet. Der fünfte Gang könnte etwas länger übersetzt sein. Die Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h und die Zuladung von 231 Kilogramm sind für einen Softchopper recht beachtlich. Der Spritverbrauch liegt zwischen fünf und acht Litern. Zu beachten ist auch die Abgasreinigung und die Warnblinkanlage, die bei dem Modell für Kalifornien serienmäßig sind. Nach 42 000 Kilometern hatte ich noch keine Defekte außer einer gebrochenen Tachowelle und Verschleißteilen. Die Inspektionen führe ich alle selbst aus, was an der XV nicht sonderlich schwer ist. Frank Haasler, LemgoIch fahre meine Virago XV 1000, Typ 2AE, jetzt die vierte Saison. Das relativ seltene Motorrad ist praktisch bis auf den Hubraum identisch. Aktueller Kilometerstand: 32 000. Gleich in der ersten Saison quittierte der Anlasser-Freilauf seinen Dienst. Der Schaden kündigt sich durch lautes Krachen beim Starten an. Folge: Anlasser dreht wie wild, hat aber keinen Kraftschluß zur Kurbelwelle. Zwei Monate später: Vergaser-Ansaugstutzen rissig. Zwei Monate später: Spannungsregler inklusive Gleichrichter defekt, Stromtotalausfall mitten im Rendsburger Nordostsee-Kanaltunnel. Warum baut Yamaha ein thermisch belastetes Elektrobauteil über den Vorschalldämpfer und obendrein unter den Seitendeckel, so daß garantiert keine kühlende Luftzirkulation stattfindet? Seit der zweiten Saison läuft die Maschine wie das berühmte Spinnrad. Unbedingt nach der Winterpause vor dem Starten neues Benzin in den Tank füllen und so lange die Schwimmergehäuse-Entleerungsschraube öffnen, bis frisches Benzin austritt. In Kurzform die Eigen- und Umbauten, die mich bis heute ungefähr 500 Mark gekostet haben. Die Wide Glide-Brücken von Fischer und die vorverlegten Fußrasten waren schon dran. Sitzbank: Soziusplatz zurechtgesägt und abgepolstert, Eigenbau-Lenker, Scheinwerferhalterung, Lampe von der SR 500,, anderes Luftfiltergehäuse, Demontage von Zusatztank und Benzinpumpe. Tip: Die Maschine läuft auch ohne Pumpe, und 12,5 Liter Benzin aus dem oberen Tank sind gut für 250 Kilometer. Radstand zirka 1,85 Meter, durch die Kurven schön langsam, Geradeauslauf hervorragend. Vor allen Dingen sieht sie jetzt nicht mehr so schwülstig aus.Ralf Sasse, Schalkholz Wir kauften uns unsere XV 1992, nachdem ich mich beim Händler davon überzeugt hatte, daß ich trotz meiner schmächtigen Statur (1,68 Meter, 62 Kilogramm) mit diesem 250-Kilo-Moped gut zurechtkomme. Für die meisten Geschwindigkeitsbereiche reicht der fünfte Gang. Der einzige Wermutstropfen ist die lausige Anlasser-Konstruktion: Nach nur 15 000 Kilometern wollte die Freilaufkupplung den Motor nicht mehr ins Geschehen mit einbeziehen. Die Preise für einen neuen Freilauf bewegten sich zu diesem Zeitpunkt zwischen 300 und 360 Mark. Da dieses Problem schon seit der TR 1 und der XV 750 SE bekannt ist, könnte Yamaha sich so ganz allmählich ja mal etwas Haltbareres einfallen lassen.Ralf Ernst, Diana Becker, WackersdorfMeine XV 1000, Baujahr 1986, habe ich mit 30 000 Kilometern gebraucht gekauft, jetziger Stand 98 000. Folgende Schäden taten auf: Bei 56 000 Kilometernmußte ich das Lenkkopflager austauschen, weil Brandspuren wegen mangelnder Masse zwischen Lampe und Rahmen das Lager zerstört hatten. Nach Verlegung eines Vier-Millimeter-Massekabels vom Rahmen zur Lampe an der Birnenfassung traten keine Schäden mehr auf. Bei 69 000 Kilometern hatte die Ölpumpe so starke Riefen, daß ich es vorzog, sie auszutauschen. Die Ursache ist das zu durchlässige Ölsieb. Nach dem Austausch gegen ein feinmaschigeres trat dieser Schaden nicht mehr auf. Wolfram Stibal, FreiburgLeider ist es nicht möglich, meine XV 1000, jetziger Kilometerstand 99 000, mit einem Fremdstartkabel anzulassen. Ich durchbohrte am Magnetschalter das Kunststoffgehäuse und schraubte eine Stahlwelle, Länge vier Zentimeter, Durchmesser zehn Millimeter, mit einem M 8-Innengewinde an den Pluspol des Magnetschalters. Sie ragt jetzt so weit aus dem Gehäuse heraus, daß das Anschließen eines Kabels möglich ist.Reinhard Thum, Untermünstertal

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