Yamaha XV 1600 Wild Star (Archivversion)

Entweder macht man eine Harley-Kopie, oder man geht seinen eigenen Weg. Erstere gibt es zur Genüge, und das zweite ist zufällig auch der Werbeslogan der englischen Motorradmarke Triumph. Ausflüge ins Chopper- und Cruiser-Segment hatte man bereits 2001 mit der Bonneville America gewagt. Doch Fans des Genres konnte der Paralleltwin mit 790 cm3 Hubraum nicht wirklich vom Hocker reißen. Triumphs Markenzeichen ist der Dreizylinder, weshalb es nahe lag, auch einen Cruiser mit diesem Motorenlayout zu bauen. Doch was dann 2004 ins Rampenlicht geschoben wurde, war, auf englisch gesagt, »shocking«: 2,3 Liter Hubraum, 140 PS und ein gigantisches Drehmoment von 200 Newtonmeter, das knapp über Standgas anliegt. So viel Kraft verlangt nach elektronischen Eingriffen. Per Motormanagement wird die Leistung in den ersten vier Gängen gekappt, um ungewollte Burnouts oder Rutscher beim Anfahren zu verhindern. Erst mal in Bewegung, gibt sich die Rocket erstaunlich agil, wird aber durch früh aufsetzende Rasten stark eingebremst.

Fazit: Die Rocket gehört nicht nur wegen ihrer Leistungsdaten zu den beeindruckendsten Motor­rädern der Welt. Das XXL-Bike ist mehr als Show und könnte sogar Supersportfans in seinen Bann ziehen.

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