Production Racer Yamaha YZF-R6 Race Ready auf der EICMA 2016.

Yamaha YZF-R6 Race Ready (2017)

Aus der Kiste auf die Piste

Yamaha hat von der YZF-R6 einen Production Racer abgeleitet und bietet ihn als einsatzfertiges Rennmotorrad an.

Die Idee hinter der Yamaha YZF-R6 Race Ready ist ziemlich geradlinig: Weil der leistungsstarke 600er-Supersportler sein volles Potenzial ohnehin nur auf der Rennstrecke ausspielen kann, bietet Yamaha ihn in einer Production-Racer-Variante an - ohne Zugeständnisse an Zulassungsbestimmungen, dafür mit hochwertigen Komponenten für den rennsportlichen Einsatz.

Auf der EICMA war dieses Motorrad als Vorgeschmack auf die Supersport-WM 2017 zu sehen, wo Yamaha mit einem offiziellen und einem Satelliten-Team antreten will; Lucas Mahias und Federico Caricasulo bzw. Niki Tuuli und Sheridan Morais heißen die Fahrer. Gemäß Supersport-WM-Reglement dürfen nur sehr wenige Komponenten gegenüber der Serienbasis geändert werden, namentlich Zylinderkopf, Getriebe, Federung, Elektronik und Bremsscheiben.

Yamaha hat in der jüngeren Vergangenheit drei Supersport-Weltmeister gestellt; Cal Crutchlow 2009, Chaz Davies 2011 und Sam Lowes 2013 holten jeweils den Titel. 2017 soll ein Fahrer der Marke mit den drei Stimmgabeln am Saisonende wieder ganz oben in der Tabelle zu finden sein.

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Die Yamaha YZF-R6 Race Ready im Detail

Das Styling der Yamaha YZF-R6 Race Ready entspricht im großen und ganzen ihrer großen Schwester R1, welche sich wiederum stark am MotoGP-Einsatzgerät orientiert; der zentrale Lufteinlass ist eines ihrer markanten Charakteristika.

Verkleidung und Windschild der Yamaha YZF-R6 Race Ready wurden im Sinne optimierter Aerodynamik neu gestaltet, Yamaha nennt eine um 8 Prozent gesteigerte aerodyamische Effizient als messbares Ergebnis. Der Heckrahmen besteht aus Magnesium und ist an seinem vorderen Ende 20 mm schmaler als an der Basis-R6, was dem Fahrer einen besseren Kontakt zum Fahrzeug erlauben soll - Soziusbetrieb ist auf Rennstrecken ohnehin nicht vorgesehen. Sitz und Rahmen wurden außerdem neu geformt, um dem Fahrer die Gewichtsverlagerung zu erleichtern.

Die Bordelektronik der Yamaha YZF-R6 Race Ready umfasst ein elektronisch angesteuerte Drosselklappen (YCC-T = Yamaha Chip Controlled Throttle), elektronisch variabel positionierte Einlasstrichter (YCC-I = Yamaha Chip Controlled Intake), eine einstellbare Traktionskontrolle (TCS = Traction Control System) sowie ein Quickshifter für noch schnellere Gangwechsel ohne Aus- und Einkuppeln.

Das ausgestellte Fahrzeug werten außerdem ein Akrapovič Evo Volltitan-Auspuff, Brembo-Bremssättel vorn und hinten, eine Öhlins Cartridge Kit-Gabel und reglementskonforme Pirelli Diablo-Reifen auf. All diese Komponenten sind auch einzeln beim Yamaha-Händlernetzwerk erhältlich.

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