Yamaha YZM 400 F-Moto Crosser (FB) (Archivversion) Hightech in Serie?

Das Konzept ist das gleiche, die Ausführung zwangsläufig völlig anders: Wie der Werksrenner hat der ebenfalls im rot/weißen Design auftretende Serien-Ableger YZ 400 F knapp 400 cm³ Hubraum, jedoch bei 92 Millimeter Bohrung und 60,1 Millimeter Hub. Damit soll das Drehzahlband noch breiter werden. Die hohe Verdichtung von 12,5 :1 läßt vermuten, daß der käufliche Viertakter ähnlich gut am Gas hängt wie das Werksgerät. Die Spitzenleistung wird mit vielversprechenden 55 PS angegeben, die Drehzahl soll bei 11 000/min begrenzt werden. Damit wäre reichlich Spaß garantiert. Damit der auf Dauer anhält, hat der kleine Viertakter eine Trockensumpfschmierung mit dem Hauptrahmen als Reservoir. Neben der Spitzenleistung genoß bei der Entwicklung Leichtbau oberste Priorität. Magnesiumdeckel links und rechts am Motor sowie auf dem Kopf zeugen davon. Die Ausgleichswelle bildet keinen Widerspruch dazu, denn erst dadurch wurde eine extrem leichte, trotzdem aber standfeste Kurbelwelle möglich. Ziel der Diät: Das Handling der trocken 107 Kilogramm leichten 400 F soll trotz Kompromissen zugunsten der Alltagstauglichkeit dem der Werksmaschine nahekommen. Ab Januar 1998 sollen die ersten der 12 600 Mark teuren Viertakter-Crosser in Deutschland eintreffen, die Rede ist von 200 Einheiten für das Frühjahr. Noch steht nicht fest, ob es auch eine Enduro-Version geben soll. Aus Frankreich wird jedoch vermeldet, daß ab April eine zulassungsfähige Variante in blauem Design folgen wird, die im kommenden Jahr von der Offroad-Legende Stephan Peterhansel im Endurosport - und bei Rallyes? - eingesetzt werden soll.

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