Zeitler, Josef: Porträt (Archivversion) Wasserstoff-Technik

Mehrere Automobilhersteller experimentieren derzeit mit Wasserstoff als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Zum einen ist er in nahezu unbegrenztem Umfang vorhanden, zum anderen entstehen bei seiner Verbrennung im Motor lediglich Wasserdampf und Stickoxide. Kohlenmonoxide, Kohlenwasserstoffe und das besonders schädliche Kohlendioxid entfallen. Nachteile: Die Gewinnung von Wasserstoff durch Elektrolyse bedarf sehr hoher Energie. Dafür kommen langfristig nur regenerative Primärenergien wie Wasserkraft, Wind- oder Sonnenenergie in Frage. Auch ist die Betankung und Speicherung komplizierter als bei Benzin oder Diesel. Gespeichert wird er entweder als komprimiertes Gas in Druckbehältern, als tiefkalte Flüssigkeit oder als chemische Bindung in Metallhydriden. Letztere Methode ist zwar sehr sicher bringt jedoch die Nachteile des hohen Gewichts und einer geringen Energiedichte mit sich, die eine geringe Reichweite bedingt. Die Folge: Wasserstoffbehälter sind nach dem heutigen Stand der Technik schwerer oder größer als Kraftstofftanks mit vergleichbarer Reichweite. Wasserstoff hat in flüssiger Form seine höchste Energiedichte, die Verflüssigung ist jedoch sehr energieaufwendig. Der hohe Preis für Herstellung und Lagerung spricht derzeit noch gegen einen serienmäßigen Einsatz in der Antriebstechnik.

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