Zubehör im Test (Archivversion)

Lenker
Als Alternative zum prinzipiell gut passenden Originallenker probierte MOTORRAD den höheren Tour-Match-Lenker von LSL (329 Euro). Einzelne fanden ihn bequemer, für die meisten war die Sitzposition unharmonisch. Die schlichten Serienstummel lassen sich durch hübsch gefräste von HH Race-tech (225 Euro) mit geklemmten, schnell tauschbaren Rohren ersetzen.

Windschutz
Die höhere Honda-Verkleidungsscheibe (115 Euro) bringt zwar etwas Entlastung für den Oberkörper, verursacht aber auch mehr Turbulenzen und Geräusche im Helmbereich.

Sitz
Ebenfalls von Honda stammt der Komfortsitz (292 Euro). Besonders auf längeren Etappen bequemer, außerdem besser verarbeitet.

Rastenanlage
Der eine möchte seine langen Gräten bequemer unterbringen, der andere braucht mehr Schräglagenfreiheit auf der Piste. Zubehör-Rastenanlagen wie die von Gilles Tooling (komplette VCR38-Anlage 499 Euro) ermöglichen eine individuelle Einstellung. Sie bieten reichlich Möglichkeiten zum Variieren. Zudem kann die Schaltkinematik verändert werden, Racer können das Schaltschema umdrehen. Und Ästheten erfreut die perfekte Verarbeitung.

Sozius-Haltebügel
Den haltlosen Zustand des Sozius auf einem Supersportler beenden spezielle Zusatzgriffe. Der Duo-Drive (unteres Foto, www.duo-drive.de, 119 Euro) wird starr am Tankstutzen angeschraubt. Der Sozius kann sich prima dran festhalten, und der Fahrer wird stark entlastet. Sportliches Fahren zu zweit macht dann viel mehr Spaß. Kleine Piloten stört allerdings der starre Bügel vor dem Bauch. Wie ein zweiter Lenker wirkt der Vinxxgrip (www.vinxxgrip.ch, 199 Euro). Dieser Hilfslenker ist per Bajonettverschluss abnehmbar, im Solobetrieb verbleibt nur die Grundplatte.

Tankrucksack
Speziell für Supersportler gibt es einige interessante Lösungen. Honda bietet eine kleine Stautasche (154 Euro), in die zwar nicht viel hineinpasst, die aber durch verschiedene Taschen und Fächer vielfältig nutzbar ist. In der Handhabung sind besonders jene Lösungen äußerst praktisch, die mit einer Grund-platte am Tankstutzen als Halterung arbeiten, in die die Bodenplatte des Tankrucksacks einrastet. Der wird dadurch fest fixiert, kann blitzschnell zum Tanken abgenommen werden, und der Lack bleibt vor Kratzern verschont. MOTORRAD probierte die Teile von Held (Adapter 25 Euro, Rapid-Tasche 39 Euro; www.held-biker-fashion.de) und SW-Motech (Tankring 23 Euro, Rucksack Trip 70 Euro; www.mo-tech.de). Beide sitzen auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher und lassen sich einfach bedienen. SW-Motech bietet für das Quick-Lock-System verschiedene Größen, diverses Zubehör, darunter auch eine elektrifizierte Version, so dass Strom für Navi oder Handy geliefert wird.

Hecktasche
Solisten können Gepäck auch auf dem Heck verstauen. Der Klassiker ist die Gepäckrolle. Alternativen sind maßgeschneiderte Lösungen vom Hersteller selbst oder spezielle Sportler-Hecktaschen, wie sie zum Beispiel SW-Motech in vielen Varianten anbietet. Die Honda-Tasche (oben, 172 Euro) ist eleganter und sicherer befestigt. Der Cargo-Bag (119 Euro) größer und flexibler im Volumen, aber umständlicher in Handhabung und Befestigung.

Sturzschutz
Die Gefahr, das Motorrad zu erden, ist erfahrungsgemäß bei einem Supersportler höher. Von echten Unfällen blieb der Dauertester bisher verschont, nur einer der Kollegen leistete sich einen kleinen Ausrutscher mit Plastikschäden. In solchen Fällen ist etwas Vorsorge hilfreich, um die Auswirkungen zu minimieren. Allerdings ist es schwierig, die üblichen Sturzpads an der Fireblade zu befestigen. LSL musste daher eine relativ aufwendige Konstruktion basteln, die die Pads (190 Euro/Satz) am Motor verschraubt. Das alles ist solide gebaut, vollends überzeugen kann es aber nicht. Es bleibt der Verdacht, dass beim Crash das Motorgehäuse beschädigt werden könnte. Die von Honda angebotenen Karbon-Pads zum Aufkleben auf die Motordeckel (Satz 299 Euro) sind in erster Linie als Schutz gegen Kratzer zu verstehen.

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