Zubehör im Test (Archivversion)

Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. Bei der Bandit ist bei den Themen Sitzposition, Federungsabstimmung, Bremsen oder Windschutz Luft nach oben. MOTORRAD hat einige Alternativen zur Serienausstattung ausprobiert.

SITZBANK:
Jungbluth
Ausschließlich eine Neupolsterung der Original-Sitzbank bietet Jungbluth an. Auf der straff gepolsterten und deutlich breiteren Sitzbank sitzen Fahrer und Begleitung auch auf Maxi-Touren komfortabel und ohne Druckstellen.
Preis: 200 Euro; www.motorrad-sitzbaenke.de
sehr empfehlenswert

Yves Moillo
Optisch wertet die Komplett-Bank die Bandit eindeutig auf. Dafür sitzt sich das Nachrüstteil – wie der Seriensitz – wegen der relativ weichen Polsterung auf langen Touren durch und wird auf Dauer etwas unbequem.
Preis: 449 Euro; www.polo-motorrad.de
empfehlenswert

FUSSRASTEN:
RaiRoTec
Diese Anlage bietet einen weiten Einstellbereich der Fußrastenposition. Horizontal können die Rasten von der Serienstellung um bis zu 2,5 ­Zentimeter nach vorn gerückt werden. Vertikal lässt sich die Position um zwei Zentimeter nach unten bis einen Zentimeter nach oben variieren. Einziger Makel: In den tieferen Einstellungen gerät der Knauf des Seitenständers beim Schalten – wie bei LSL – in Konflikt mit dem Fuß.
Preis: 335 Euro; www.rairotec.de
empfehlenswert

LSL
Etwas höher (1,5 cm) und weiter vorn (3 cm) platziert die nicht einstellbare Fußrastenanlage die Füße. Dadurch erhöht sich die Schräglagenfreiheit, ohne den Kniewinkel zu verringern. LSL überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung. Allerdings: Der Fuß gerät beim Schalten in Konflikt mit dem Knauf des Seitenständers. Um ein Umbiegen oder Kürzen des Knaufs kommt man nicht herum.
Preis: 359 Euro; www.lsl-motorradtechnik.de
bedingt empfehlenswert

HEIZGRIFFE:
CLS-Heizgriffe
Der Vorteil dieser Wärmespender soll in ihrer selbständigen Anpassung der Heizleistung an die Außentemperatur liegen. Das machte sich zwar weniger bemerkbar, tat der einhelligen Begeisterung über dieses wertig verarbeitete Produkt jedoch keinen Abbruch. Denn die gewünschte Temperatur lässt sich – von lau bis extrem warm – sehr fein über den an der Verkleidung zu befestigenden Drehknopf regeln.
Preis: 189 Euro; www.cls200.de
sehr empfehlenswert

COCKPIT:
Spiegel/Schild
Eine deutlich bessere Sicht nach hinten erlauben die Rückspiegel-Verbreiterungen von Berni’s. Weil sie trotzdem optisch recht unauffällig bleiben, gibt’s nur einen Tipp: kaufen. Die Variotouringscreen von MRA gilt seit Jahren mit dem aufgesetzten und einstellbaren Windabweiser als das Allzweckmittel unter Tourenfahrern.
Rückspiegel-Verbreiterung: 49,95 Euro, www.polo-motorrad.de
Schild: 119,90 Euro; www.mra.de
sehr empfehlenswert

BREMSEN:
Bremsbeläge vorn
Nicht vollends überzeugen konnten die Beläge von Brembo (Kennung: 07KA13SA). Sowohl in der Dosierbarkeit als auch in der Handkraft unterschieden sie sich kaum von den Serien-Belägen.
Preis: 36,95 Euro; www.brunegmbh.de
bedingt empfehlenswert

Einen gelungenen Auftritt in der Bandit feiern die – recht teuren – Beläge von Carbon Lorraine (Kennung: SBK 5). Mit deutlich spürbarer Progression reicht die Kraft eines einzigen Fingers, um die Vorderradbremse in den Regelbereich des Antiblockiersystems zu bringen.
Preis: 45,70 Euro; www.carbonelorraine.de
sehr empfehlenswert

Als Sieger des Praxis-Vergleichs in diesem Testfeld dürfen sich die Ferodo-Beläge (Kennung: SinterGrip Road) fühlen. Die deutlich ­fühlbare Progression erlaubt es, auch bei sportlicher Fahrweise die Bremse in jeder Situation mit nur einem Finger am Hebel zu betätigen. So muss es sein.
Preis: 29,50 Euro; www.pwhamburg.de
sehr empfehlenswert

Die Zubehörkette Gericke buhlt um die Gunst der Bandit-Bremser mit einem Kampfpreis. Die Beläge (Kennung: 2251A3) reagieren recht neutral, lassen die nötige Progression aber vermissen. So braucht es – zumindest für vehemente Bremsmanöver – einen kräftigen Zug am Bremshebel.
Preis: 16,95 Euro, www.heingericke.de
empfehlenswert

Ebenfalls sehr gutmütig zeigen sich die Beläge von Lucas (Kennung: MCB 602 SV). Durch die mäßige Progression benötigen sie beim kräftigen Verzögern allerdings ebenfalls ziemlich hohe Handkräfte.
Preis: 34,95 Euro; www.trw.com
empfehlenswert

FEDERUNG:
Federbeine
Sportlich abgestimmt ist das Federbein von Hyperpro. Der Komfort verbessert sich daher nur marginal. Die 35-fach einstellbare Zugstu­fendämpfung bot mit 25 Klicks (Serie: 16) den besten Kompromiss zwischen Ansprechverhalten und der Neigung zum Aufschaukeln. Insgesamt kein signifikantes Plus ge­genüber der Serie.
Preis: 440 Euro; www.mizu.de
bedingt empfehlenswert

Fahrwerks-Urgestein Wilbers schafft es, der Bandit im Solobetrieb einen Tick mehr Komfort anzuerziehen. Dazu sollte die Federbasis des Federbeins um zwei Umdrehungen angehoben werden (vier Zentimeter Negativfederweg mit Fahrer). Die 25-fach einstellbare Zugstufendämpfung passte in der Serien-Einstellung (14 Klicks) gut. Die Option auf eine hydraulische Federvorspannung (199 Euro) erleichtert die Anpassung auf den Soziusbetrieb enorm.
Preis: 429 Euro; www.wilbers.de
empfehlenswert

Premium-Hersteller Öhlins kann’s auch bei der Bandit. Spürbar feineres Ansprechen und dank Verstellbarkeit von Zug- und Druckstufendämpfung sowie hydraulisch änderbarer Federvorspannung nahezu unbegrenzte Abstimmungsmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen – vom trotz der Qualität recht hohen Preis einmal abgesehen.
Preis: 1079 Euro; www.zupin.de
sehr empfehlenswert

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