Zur Person (Archivversion)

Jutta Kleinschmidt mischt bei Rallye-Raids auf fast allem mit, was zwei oder vier Räder hat und von der Fahrerin neben schneller Gashand oder schnellem Gasfuß vor allem ein helles Köpfchen verlangt, um nicht nur schnell, sondern vor allem heil anzukommen.Neu ist der Hang zu schnellen Sportarten bei der in Köln geborenen und im Berchtesgadener Land aufgewachsenen Rallyefahrerin keineswegs. Mit 14 Jahren war sie Mitglied in der deutschen Skibob-Nationalmannschaft, und mit 17 Jahren schoß sie für Deutschland auf einem Rodelschlitten den Eiskanal hinunter. Mit 26 pflügte Jutta plötzlich nicht mehr durch Eis und Schnee, sondern durch Sand und Steine: Dem Schlitten folgte eine HPN-BMW, der BMW folgten Husqvarna, Honda, KTM und noch mehr KTM, der Teilnahme an der Transspana-Rallye folgte bald Paris-Dakar, die Pharaonen-Rallye, dann Granada-Dakar, Paris-Kapstadt und und und - aus der Scheekönigin war die Königin der Wüste geworden: 1993 und 1994 war Jutta unbestritten die beste Motorrad-Rallye-Fahrerin der Welt. Und weil jeder, der auf zwei Rädern richtig schnell ist, das auf vier Rädern noch einmal so gut kann, fährt die heute 33jährige seit 1994 mit wachsendem Erfolg im Team mit ihrem Lebensgefährten Jean-Louis Schlesser Renn-Buggies und Mitsubishi Pajero - auch schon mal bis zum Achsenbruch.

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