Zusammenfassung: BMW-ABS

Das ABS der F 650 GS arbeitet höchst funktionell und problemlos. Es kombiniert hohe Verzögerung, Fahrstabilität im Regelbereich und Überschlagssicherheit. Nur Einsteigerin Mirjam Müller beanstandete die hohe Handkraft. Die fällt bei den Boxermodellen mit ABS dank des Bremskraftverstärkers gering aus. Allerdings arbeitet deren Antiblockiersystem in manchen Situationen nicht ganz so problemlos. Die zuletzt getesteten R 1150 GS und S erkennen neuerdings offensichtlich die Neigung zum Überschlag bei Extrembremsungen und reagieren mit dem Öffnen der Bremse am Vorderrad. Auch unter ungünstigen Bedingungen wie welliger Fahrbahn oder beim Zurückschalten während eines Bremsvorgangs gibt das ABS die vordere Bremse gelegentlich überdurchschnittlich lange frei, so dass sich der Bremsweg deutlich verlängert.

BMW-Pressesprecher Jürgen Stoffregen kommentiert: "Die Software zum Erkennen eines abhebendes Hinterrads ist schon seit der R 1100 RT in Serie. Dabei handelt es sich um ein indirektes Messverfahren, das aus dem Bremsdruck hinten und dem Geschwindigkeitsverlauf des Hinterrads auf Abheben schließen kann. Als Parameter wird nur die Auslöseschwelle, ab der die Funktion freigeschaltet wird, fahrzeugspezifisch appliziert. Sonst ist alles gleich. Die Einflüsse welliger Fahrbahnen sind bekannt. Den Zusammenhang mit Herunterschalten kennen wir nicht. Nach unserem Verständnis stempelt dann das Hinterrad, was zu Bremswegverlusten führen kann. Der Verzögerungsanteil des Hinterrads ist aber bei Vollbremsungen wegen der dynamischen Radlastverlagerung sehr gering und eigentlich vernachlässigbar."

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel