Zusammenfassung: Honda VFR (Archivversion)

Das ABS der Honda VFR überzeugte im Test. Sämtliche Teilnehmer von der Einsteigerin bis zum Routinier fühlten sich mit dem System der VFR am wohlsten, unter anderem deshalb, weil die Techniker die Überschlagsgefahr berücksichtigten und die maximale Verzögerung auf 9,3 m/s² begrenzten. Selbst die Sportfahrer wünschen sich dieses System. Der Hersteller scheint diesem Thema nicht abgeneigt, setzt aber andere Prioritäten.

Klaus Bescher, Product Planning Manager von Honda Motor Europe North: "Unserer Auffassung nach ist die VFR das sportlichste japanische Motorrad mit einem Antiblockiersystem. Die Mehrzahl der deutschen Kunden entscheidet sich für die Version mit CBS und ABS. Die VFR bewegt sich allerdings auch in einem Preissegment, in dem die Honda-Fahrer bereit sind, den Aufpreis für das ABS zu bezahlen. Bei deutlich preisgünstigeren Modellen, wie beispielsweise einer Honda Hornet 600, sehen wir das kritischer. Bislang haben wir bereits 14 Modelle mit CBS beziehungsweise ABS ausgestattet und werden das Angebot zukünftig marktorientiert erweitern. Das Thema Supersportler mit ABS steht für uns nicht an erster Stelle, da wir für dieses Segment noch weiteres Entwicklungspotenzial bei den herkömmlichen Bremssystemen sehen."

Der Erfolg des preisgünstigen, 500 Euro teuren ABS in der BMW F 650 GS widerspricht der Einschätzung von Honda. Nicht weniger als 98 Prozent der Kunden ordern die F 650 GS, die genauso viel kostet wie eine 600er-Hornet, mit dem Sicherheitsmerkmal. Die Käufer haben den Mut von BMW belohnt, das sollte den Honda-Strategen zu denken geben.

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