Zustand (Archivversion)

Zustand

Kolben, Zylinder, Kurbeltrieb und Ventiltrieb: Kolben mit passablem Laufbild und geringer Verkokung. Kolbenringe mit korrektem Nuten- und Stoßspiel. Starke Laufspuren an allen Zylinderlaufbahnen. Übermäßiges Kolbenlaufspiel. Kurbelwellenlager maßhaltig, mit ungleichmäßigem Tragbild, teilweise riefig. Pleuellager maßhaltig und mit gutem Tragbild. Pleuelaugen mit starken Riefen, Kolbenbolzen mit Laufspuren. Sitzflächen der Einlaßventile zu breit und stark eingearbeitet, Auslaßsitze im Zylinderkopf zu breit und narbig. Ventilschäfte und Führungen in gutem Zustand. Eine innere Ventilfeder gebrochen. Nockenwellenlager maßhaltig, aber riefig. Nockenlaufbahnen, Tassenstößel und Tassenstößellaufflächen mit Laufspuren.Kupplung: Kupplungskorb und -nabe mit starken Rattermarken, Scheiben ohne Verzug, Reibscheiben an der Verschleißgrenze.Getriebe: Starke Pittingbildung am abtriebsseitigen Zahnrad des sechsten Gangs, Schaltgabeln mit schlechtem Laufbild. Lagersitze im Gehäuse in sehr gutem Zustand.Auspuff: Guter Zustand, Edelstahlkrümmer ohne Schmutzeinbrand.Fahrwerk: Rahmen und Schwinge ohne Zeichen von Korrosion. Kein sichtbarer Verschleiß an Gabel und Zentralfederbein. Lager von Lenkkopf, Schwinge, Umlenkhebelei und Rädern in gutem Zustand. Hinterradabdeckung erneut gebrochen.Bremsen: Bremsscheiben ohne Verzug und nur geringfügig riefig. Dickenabnahme der vorderen Scheiden innerhalb der Toleranz, schwimmende Lagerung in Ordnung.
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Triumph T 595 Daytona (LT) (Archivversion) - Triumph nimmt Stellung...

... zu den Reibspuren in den ZylinderlaufbahnenDie Reibspuren sind nur oberflächlich, die Buchsen selber maßhaltig. Daher halten wir eine Weiterverwendung für unbedenklich.... zum KolbenlaufspielDie Angaben zur Kolbenverschleißgrenze und zum Kolbenlaufspiel wurden in unserer Werkstattliteratur kürzlich korrigiert. Danach liegt das Kolbenlaufspiel aller Kolben voll in der Toleranz. Da sich Kolben und -ringe in einem ansonsten einwandfreien Zustand befinden, halten wir eine Weiterverwendung für unbedenklich....zu den Riefen in Pleuelaugen und KolbenbolzenDa der Motor zerlegt ist, würden wir empfehlen, Pleuel und Kolbenbolzen des ersten Zylinders zu ersetzen. Die Bauteile der beiden anderen Zylinder können bedenkenlos weiterverwendet werden....zum schlechten Zustand der VentilsitzeWir empfehlen, alle Ventilsitze nachzufräsen und die Einlaßventile zu erneuern. Warum gerade die Einlaßventile relativ starken Verschleiß zeigen, kann erst eine genaue Untersuchung im Werk zeigen....zur gebrochenen VentilfederUns sind einige wenige Fälle bei frühen Motorrädern dieses Typs bekannt geworden. Seit längerer Zeit werden verbesserte Federn verbaut, bei denen ein Bruch ausgeschlossen werden kann. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, daß kein Risiko für Folgeschäden besteht....zum vorzeitigen Austausch der KupplungsbelägeFälle, in denen es zum Kupplungsrutschen kam, waren immer auf die Spezifikation des Motoröls zurückzuführen. Wir empfehlen vollsythetische Motorradöle, wobei keine 0W- und 10W-Öle verwendet werden sollten....zu den Rattermarken an Kupplungskorb und KupplungsnabeNach einer Laufleistung von 50 000 Kilometern sind Rattermarken an diesen Bauteilen unvermeidlich, geben in diesem Fall aber keinen Anlaß für einen Austausch, zumal die Funktionstüchtigkeit nicht beeinträchtigt war....zum Pitting am abtriebsseitigen Getriebrad des sechsten GangsEs handelt sich hier um einen absoluten Einzelfall, der eventuell auf einen Härtungsfehler oder das verwendete Motoröl zurückzuführen ist. Genauere Aussagen sind erst nach labortechnischen Untersuchungen im Werk möglich....zur gebrochenen HinterradabdeckungDie Hinterradabdeckung wurde mittlerweile so verstärkt, daß ein Bruch zuverlässig verhindert wird. Alle diesbezüglichen Reklamationen werden im Rahmen der Garantie beziehungsweise Kulanz kostenlos abgewickelt....zum Absterben des Motors im LeerlaufDies steht in ursächlichem Zusammenhang mit der Synchronisierung der Drosselklappen und der Einstellung des Leerlaufgemischs. Vermutlich stehen in solchen Fällen die Drosselklappen nicht synchron, und/oder das Leerlaufgemisch ist zu mager.

Triumph T 595 Daytona (LT) (Archivversion) - Lesererfahrungen

Als eigenständige Alternative zu japanischen und europäischen Sportlern hat die Triumph T 595 offenbar ins Schwarze getroffen: Fast alle Daytona-Besitzer führen denn auch emotionale Kaufgründe ins Feld. Daß die Maschine in Kundenhand nicht ohne Kritik davonkommt, tut der Liebe in den meisten Fällen keinen Abbruch.
Meine T 595 kaufte ich im April 1997 neu. Sie wurde mit einem Haarriß im Kunststofftank übergeben, so daß ich sie zwei Tage später zur ersten Reparatur zurückbrachte. Drei Wochen später hatte ich sie wieder. Zwei Monate später verlor ich mein Rücklicht. Die Gewinde waren an beiden Seiten ausgebrochen. Am neuen Rücklicht habe ich zwei Gummischeiben zwischen Plastik und Schraube gelegt, ab da gab`s keine Probleme mehr. Der hintere Reifen hat 9000 Kilometer gehalten, dann wurde er durch einen 180er der gleichen Marke (Bridgestone BT 56) ausgetauscht. Das Faherverhalten ist entschieden besser.Im August 1998 hatte ich wieder eine Undichtigkeit am Tank. Der Geber der Tankanzeige war im Bereich der Kabeldurchführung undicht, tropfte und half mit, den heißen Motor zu kühlen. Parallel dazu ging der Öldruckgeber kaputt, und die Dichtung des Gebers für die Leerlaufanzeige wollte auch nicht mehr und entließ Öl.Einmal bin ich aufgrund eines totalen Spannungszusammenbruchs liegengeblieben. Den Grund dafür kennt nur der Herr, die Werkstatt konnte mir jedenfalls nichts sagen.Trotz alledem, die T 595 ist ein tolles Moped. Sie hat Charakter, Charisma, einen bärigen Motor, Superfahrwerk, sieht super aus und hat einen geilen Sound. Also alles, was man braucht im Leben.Günter Schicktanz, FreigerichtDer Neukauf meiner T 595 erfolgte im April 1997. Seit nunmehr 17 000 Kilometern läuft die Daytona wie ein Uhrwerk. Einen Zwangsstop gab es nie, kleinere Defekte konnten stets bei nächster Gelegenheit behoben werden (Öldruckschalter, Benzinfilter, Gasgriff, immer auf Garantie). Mittlerweile wurde zum dritten Mal eine aktuelle Software ins Steuergerät eingespielt, nennenswerte Verbesserungen ergaben sich jedoch nicht.Trotzdem: Die Maschine geht wie eine Kanonenkugel, der Sound bereitet bei fast jedem Gasaufziehen eine wohlige Gänsehaut. Fahrverhalten und Verarbeitung sind fast perfekt, kurz: Jeder Kilometer ist pure Freude.Harald Gutsche, WertingenIch kaufte meine T 595 im März 1998 in der Farbe Gelb. Nachdem ich freudestrahlend das Motorrad abholte, bekam ich gleich den Charakter eines Engländers zu spüren: hart, aber herzlich. Das Getriebe braucht einen harten und exakten Schaltfuß, was sich aber nach 1500 Kilometern besserte. Des weiteren fiel mir auf, daß die Engländer wohl sehr kleine Leute sein müssen. Ich kann zwar mit meinen 194 Zentimetern sehr gut auf dem Motorrad sitzen, muß aber jedesmal den Kopf einziehen, um in den Spiegeln etwas sehen zu können.Bei einer Ausfahrt mit einem Kollegen, der immer sagt: »Charakter ist gut, Zuverlässigkeit ist besser«, platzte der Hinterreifen, worauf meine T 595 nach 800 Kilometern das erste Mal einen Motorradanhänger unter sich hatte. Nach anschließenden pannenfreien 500 Kilometern war eine Ausfahrt mit zwölf Motorradkollegen nach 100 Kilometern zu Ende, da der Benzinschlauch wohl meinte, nicht auf der Pumpe halten zu müssen. Also wieder den Anhänger holen und aufladen.Inzwischen bin ich 6000 Kilometer gefahren, unter anderem im Schwarzwald und auf der Nordschleife. Momentan überlege ich, ob ich nicht auf einen schmaleren 180er Hinterreifen umrüste, um das Handling noch etwas zu verbessern.Trotz aller Kleinigkeiten ist die T 595 bis jetzt das Motorrad, das am besten zu mit paßt. Hat halt Charakter.Frank SpethmannNach einer Daytona 1000 und einer Daytona 900 kaufte ich Anfang 1998 eine Unfall-T 595 mit 4500 Kilometern auf dem Tacho. Nach dem Wiederaufbau bin ich jetzt bei Kilometerstand 18 000 angelangt, davon etwa 2000 Kilometer auf der Rennstrecke. Meiner Meinung nach ist dieses Fahrzeug ein gelungener Kompromiß. Alltägliche Fahrten zur Arbeit, kein Problem: zuverlässiges Anspringen, keine Warmlaufphase, geringer Benzinverbrauch - zirka 6 Liter auf 100 Kilometer.Im Rennbetrieb ist die T 595 ebenso souverän. Diverse Trainings sowie zwei Rennen in der Street Bears-Klasse im Euro Cup haben meine Begeisterung nur gefestigt: sagenhaftes Handling und sauschnell, Bremsen superklasse. Der Sound mit dem Triumph Racing-Endtopf »High-Level« ist genial.Fazit: meine beste Triumph und vermutlich das beste Motorrad, das ich je gefahren habe.Dirk Gramse, DestedKaufentscheidend waren für mich nette technische Details wie Einspritzung und Einarmschwinge sowie eine gewisse optische Eigenständigkeit.Nach der zweiten Saison und gefahrenen 6000 Kilometern könnte ich einen abendfüllenden Monolog über meine Erlebnisse mit meiner Daytona halten. Insgesamt komme ich auf mindestens zehn außerplanmäßige Werkstattaufenthalte. An Defekten traten auf: zweimaliger Benzinverlust (Flanschdichtung), Ölverlust (Dichtring Getriebausgang), Totalausfall eines Zylinders (Steuergerät). Hinzu kommen zahlreiche Kennfeld-Updates wegen Absterben des Motors im Leerlauf und diverse Rückrufaktionen.Davon abgesehen beurteile ich die Daytona als ein gelungenes Motorrad für Menschen, die Anspruch auf wenigstens etwas Individualität legen. Bleibt nur noch, den Daytona-Modellen der Zukunft eine Entwicklungsmannschaft zu wünschen, die mehr Glück oder Geduld in der Erprobungsphase hat, damit ein richtig gutes Motorrad entsteht.Kay-Ingo Schüttler, Waldems

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