MV Agusta F4 1000 S

MV Agusta F4 1000 S/1+1
Hersteller: MV Agusta

2007

Erst seit – bei identischer Optik, na klar – aus der 750er eine 1000er-MV wurde, kann die F4 so richtig mitspielen. Denn das ultrastabile Fahrwerk und die hervorragenden Bremsen allein genügten nicht, um supersportlichen Japanern folgen zu können. Aus dem vollen Liter jedoch sprudelte von Anfang an konkurrenzfähige Leistung, allerdings bis heute noch nicht so berechenbar abzurufen wie bei den besten Fernost-Aggregaten. Vor allem beim Gasannehmen bockt dieser 1000er, seine Evolutionsstufe in der 1000 R kann das besser. Hier wie da begeistert der ungeniert gierige, aus den stilbildenden vier Endrohren unterm Sitz entlassene Sound des kompakten Four.

Technische Daten MV Agusta F4 1000 S (k.A.)
Modelljahr 2006
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 76,0 / 55,0 mm
Hubraum 998 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 13,0
Leistung 122,0 kW ( 165,9 PS ) bei 11750 /min
Max. Drehmoment 109 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen
Federweg vorn/hinten 118 mm / 120 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 190/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Sechskolben-Festsättel / 210 mm Vierkolben-Festsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1408 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 99 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 810 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 418 kg
Höchstgeschwindigkeit 301 km/h
Preis
Neupreis k.A.
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2006

Wie schwer es ist, ins Ureigenste der japanischen Ingenieure einzudringen, den Bau sportlicher Vierzylinder nämlich, das musste MV-Boss Claudio Castiglioni erfahren. Kam mit seinem aufwendigen 750er-MV-Triebling nie gegen Suzukis GSX-R an. Doch er hat nicht aufgegeben und kann in der F4 1000 tatsächlich einen absolut konkurrenzfähigen Motor vorzeigen. Respekt. Das Kraftbündel steckt in einem der stabilsten Fahrwerke seiner Klasse, mit tollen, wenngleich heikel einzustellenden Federelementen und glasklarer Rückmeldung. Aber einer viel zu gestreckten Sitzposition und viel zu tiefen Lenkerstummeln. So sehen heute nicht mal mehr reinrassige Renner aus.

Technische Daten MV Agusta F4 1000 S (k.A.)
Modelljahr 2006
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 76,0 / 55,0 mm
Hubraum 998 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 13,0
Leistung 122,0 kW ( 165,9 PS ) bei 11750 /min
Max. Drehmoment 109 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen
Federweg vorn/hinten 118 mm / 120 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 190/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Sechskolben-Festsättel / 210 mm Vierkolben-Festsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1408 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 99 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 810 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 418 kg
Höchstgeschwindigkeit 301 km/h
Preis
Neupreis k.A.

2005

Eine F4 bleibt eine F4, denn eine F4 ist der schönste Supersportler dieser Welt. Wegen dieses Diktums der Firmenleitung kann kein Mensch eine 750er- von einer 1000er-MV aus mehr als zwei Metern unterscheiden. Der Beschluss ist nicht nur auf Verständnis gestoßen, aber jetzt haben alle ihre Enttäuschung überwunden. Beim Übergang zur Tagesordnung wäre nur noch an folgendes zu erinnern: Mit diesem Äußeren geht eine rennmäßige Sitzposition einher. Nichts fürs Spazierenfahren, und zwar noch viel weniger als auf gängigen Nippon-Supersportlern. Womit die Gegnerschaft ausgemacht wäre, denn anders als Ducati wählt MV ja eine Zylinderzahl und -konfiguration, die den unmittelbaren Vergleich erzwingt. Machen wir’s kurz: Der flüssigkeitsgekühlte 1000er mit seinem Radial-Vierventilkopf legt eine mustergültige Leistungskurve hin, deren Gipfel knapp unter jenem der Kawa ZX-10R liegt. Wer hätte das nach den immerfort verlorenen Wettkämpfen der 750er gegen die Suzuki GSX-R 750 gedacht? Er präsentiert seine Leistung wunderbar, allerdings steht den Italienern noch einige Abstimmungsarbeit bevor, denn ihr per Einspritzung gespeister Four reagiert recht ruppig auf Lastwechsel. Und sein Fahrwerk agiert unwirsch, wenn der Fahrer sich nicht in die Tiefen von Klicks und Tricks begibt. Ein japanisches Fahrwerk fährt immer, und irgendwie immer ganz passabel. Da dienen voll einstellbare Federelemente – zugespitzt ausgedrückt – eher der Perfektionierung. Bei der MV zählt die passende Einstellung an Federbein – die Dämpfung lässt sich in Zug- und Druckstufe sowohl im High- als auch Lowspeed-Bereich variieren – und an der Upside-down-Gabel zu den Lebensnotwendigkeiten. Immerhin lohnt die F4 den Aufwand mit einer beispielhaften Agilität, toller Lenkpräzision und unerschütterlicher Stabilität. Den – natürlich einstellbaren – Lenkungsdämpfer bräuchte sie nicht. Weitere Verstellmöglichkeiten? Rasten, Handgriffe, Schwingendrehpunkt. Fixpunkte kennt dieses edelste aller Italo-Bikes natürlich auch: tolle Verarbeitung, hoher Preis.

Modell: MV Agusta F4 1000S/1+1
Hubraum:  ccm
Leistung KW (PS):  ()
Zylinder: R 0
Takt: Viertakt
Höchstgeschwindigkeit:  km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 
Trockengewicht: 

2004

Die Sache ist ganz einfach: Mit der F4 1000S verspricht MV das schönste und schnellste Serienmotorrad. Warum also noch viele Worte machen? Okay, zunächst wäre zu fragen, warum die große schöner sein soll als die kleine F4. Oder aber: Warum hebt sich die Neuheit nicht wenigstens etwas von ihrer immerhin sieben Jahre alten Schwester ab? Kein Design hält ewig, selbst eines, das noch in ewigen Zeiten als gelungen bezeichnet werden darf.

Jetzt aber zum zweiten Adjektiv. 166 PS soll der in der Bohrung von 73,8 auf 76 und im Hub von 43,8 auf 55 Millimeter gewachsene Vierzylinder abgeben. Und zwar bei 11750 Umdrehungen. 1000 Touren später schaltet sich der Drehzahlbegrenzer ein. Zum Vergleich: Suzukis 1000er mit 58 Millimeter Hub braucht für seine 164 PS 10800/min. Und kommt längst nicht an den Speed einer Hayabusa heran. MV setzt also ganz eindeutig auf die winzig kleine Stirnfläche. Und genau hier beginnt die spezifische Faszination der Italienerin. Sie ist nicht leichter als die neuesten Produkte Nippons, aber sie sieht viel leichter aus. Verwendet den edlen Gitterrohrrahmen der alten F4 ebenso wie die gierige Einarmschwinge. Die Fahrwerkskomponenten entsprechen denen der besten F4 750, natürlich kommt auch die 1000 mit einem Öhlins-Lenkungsdämpfer daher.

Zusätzlich zu dieser besonderen wird es noch eine ganz besondere 1000er geben. Halten sich die Arbeiten am Motor der 1000S noch in konventionellem Rahmen, so glänzt das Sondermodell Tamburini, benannt nach dem Schöpfer der F4, mit variabel langen Ansaugwegen. Die vier Ansaugtrichter sitzen auf einer von zwei Führungsstiften gehaltenen Bank, und die wird mittels einer Unterdruckdose vor- und zurückgeschoben. Abhängig davon, ob der Motor beim Gasgeben in niederen Drehzahlen für optimale Füllung hohe Gasgeschwindigkeiten braucht. Oder ob er bei Vollgas jede Menge Gemisch verlangt.

Modell: MV Agusta F4 1000S/Tamburini
Hubraum:  ccm
Leistung KW (PS):  ()
Zylinder: R 0
Takt: Viertakt
Höchstgeschwindigkeit:  km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 
Trockengewicht: 

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