MX Masters Prisannewitz Doppelsieger für Roczen

Zu den gewohnt hochkarätigen Rennen bei der deutschen Top-Motocross-Serie kam in Prisannewitz noch extreme Hitze. Doppelsieger Roczen war dennoch kaum beeindruckt.

Foto: Jahn

Auch unter den extremen Hitzebedingungen mit Temperaturen näher an 40 als an 30 Grad zeigte Deutschlands Motocross-Jungheld Ken Roczen seine überlegene Klasse. In Prisannewitz im hohen Nordosten, in unmittelbarer Nähe des Rostocker Flughafens, trotzte der Thüringer auf seiner 250er-MX2-Suzuki nicht nur der Hitze, sondern glänzte auch mit zwei überzeugenden Siegen gegen die mehrheitlich auf 450-cm?-MX1-Boliden angetretene Konkurrenz.

In Abwesenheit des anderen deutschen Top-Crossers Max Nagl, der sich und seine allmählich abklingende Schulterverletzung im Hinblick auf die nächsten MX1-WM-Rennen beim belgischen Grand Prix in Lommel am 1. August schonte, übernahm Roczen mit dem Doppelsieg auch die Tabellenführung der ADAC-MX-Masters, der internationalen deutschen Motocross-Meisterschaft. Und dies, obwohl er bei einer der bisherigen drei Veranstaltungen nicht angetreten war.

So wird für den 16-Jährigen, der ursprünglich nur ausgewählte Masters-Rennen bestreiten wollte, eine erfolgreiche Verteidigung seines 2009 gewonnenen Master-Titels möglicherweise doch wieder interessant. Die Zuschauer der Masters-Events in Tensfeld (25. Juli), Möggers/Österreich (15. August), Gaildorf (29. August) und Holzgerlingen (19. September) dürfen also gespannt sein.

Hinter dem eventuellen Titelverteidiger geht es in der MX-Masters-Tabelle sehr eng zu. Auf Rang zwei und für den Fall, dass Roczen doch nicht ernsthaft auf die Titelverteidigung losgeht, lauert der Tscheche Filip Neugebauer auf seiner Pfeil-Kawasaki, der allerdings mit den Rängen elf und acht in Prisannewitz nicht gerade Masters-Topform zeigte. So konnten der Österreicher Günter Schmidinger auf Suzuki als Zehnter, vor allem aber als Zweiter im zweiten Rennen und auch der französische WM-Fahrer Cédric Soubeyras auf der 250er Zweitakt-KTM des Team Sarholz (zweimal Neunter) in der Tabelle Boden gut machen.

Im Rennen des ADAC-MX-Junior-Cups, der im Rahmen der MX-Masters auf 85-cm?-Maschinen ausgetragen wird, stand ein großer Name ganz oben auf der Siegerliste. Stefan Ekerold, 14 Jahre alt, ist der jüngste Sohn des südafrikanischen Straßen-Ex-Weltmeisters Jon Ekerold, der seit langen Jahren im Saarland lebt. Er holte den Tagessieg souverän und cool mit zwei zweiten Plätzen in den Einzelrennen. Den ADAC-Youngster-Cup auf MX2-Maschinen gewann in Prisannewitz Lars Oldenkamp auf KTM.

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