Lesertest der Navigon Cruiser App in Südfrankreich

Das Aha-Erlebnis

Eindrucksvolle Natur, geniale Kurven, griffiger Asphalt – Südfrankreich ist ein Paradies für Motorradfahrer. Genau deshalb hat Navigon acht Leser dorthin eingeladen, die neue App Navigon Cruiser vorab zu testen. MOTORRAD war dabei.

Frühstück gilt oftmals als die wichtigste Mahlzeit des Tages. Elf Menschen im Hinterland nördlich von Nizza sehen das an diesem sonnigen Frühlingsmorgen jedoch ganz anders. Irgendwo ist ein leises „Ils sont arrivés!“ zu hören, schon verliert die erste Speise des Tages an Relevanz. Wichtiger sind plötzlich die Motorräder. Zwei Tage zuvor wurden die Bikes der Teilnehmer in Würzburg verladen. Jetzt freuen sich alle auf das Wiedersehen auf französischem Boden. Es warten Tage voll toller Strecken, eindrücklicher Erlebnisse und vor allem ein Praxistest der neu entwickelten Cruiser-App von Navigon. Der Würzburger Navigationsspezialist Navigon ist die für Smartphone-Navigation zuständige Marke im Hause Garmin. Die Firma hatte MOTORRAD-Leser dazu aufgerufen, sich für einen Praxistest rund um das südfranzösische Saint-Paul de Vence zu bewerben.

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Der Weg das Ziel

Eine Maßnahme, die den Entwicklern wichtige Erkenntnisse aus dem Realbetrieb liefern sollte. Aus über 300 Bewerbern bekamen schließlich sieben Tester und eine Testerin mitsamt ihren Bikes ein Wochenende zum Testen der neuen Navigations-App spendiert. Während Autofahrer ihr Navi ja meist recht pragmatisch nutzen und vor allem erwarten, möglichst schnell oder möglichst angenehm, auf jeden Fall aber ohne genauere Ortskenntnisse von A nach B zu kommen, setzen Motorradfahrer gerne andere Prioritäten: Sie wollen Spaß haben, oft ist der Weg das Ziel. Entsprechend andere Funktionen braucht die App, das Layout sollte möglichst für die Bedienung auf dem Motorrad ausgelegt sein. Ob Navigon diese Besonderheiten bei der Entwicklung bedacht hat?

Video zum Navigon-Lesertest

Eindrucksvolle Natur, geniale Kurven, griffiger Asphalt - Südfrankreich ist ein Paradies für Motorradfahrer. genau deshalb hat Navigon acht leser dorthin eingeladen, die neue App Navigon Cruiser vorab zu testen. MOTORRAD war dabei.

Eine App für Motorradfahrer

 „Eine Navigations-App von Motorradfahrern für Motorradfahrer.“ Dieser Slogan klingt schon mal vielversprechend. Und tatsächlich: Als die aus Würzburg überführten Motorräder am frühen Samstagmorgen vor dem Hotel La Vague de Saint-Paul de Vence abgeladen werden, finden sich darunter nicht nur die acht Bikes der Tester – von einer tiefergelegten F 650 GS über eine abgerockte TL 1000 oder eine umgebaute R90/6 bis hin zu einer Harley Road King Classic –, sondern auch die drei Motorräder der Herren von Navigon. Während Senior Manager Jochen Katzer seine graue FJR 1300 in die Reihe der anderen Bikes parkt, bereiten seine beiden Ingenieurskollegen Daniel Sollner und Mario Dressler ihre Kawasaki Vulcan sowie die drahtige Street Triple für die kommende Ausfahrt vor und installieren ihre Smartphone-Halterungen. Die Möglichkeit, das Smartphone am Motorrad befestigen zu können, war neben dem Motorradführerschein, einem Motorrad und einem eigenen Smartphone die einzige Voraussetzung, um sich bewerben zu können. Bisher funktioniert die App zwar nur hochkant, doch Jochen beruhigt: „Wir wissen, dass viele die App im Querformat nutzen wollen. Diese Funktion ist bereits in der Entwicklung und kommt in Kürze.“

Testfahrt darf individuell geplant werden

Bevor App, Mensch und Maschine aufbrechen, gibt Jochen eine kurze Einführung: Neben den üblichen Funktionen eines jeden Navis bietet Cruiser zusätzlich die Möglichkeit, die Routenführung hinsichtlich Kurven genau an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen. Dies gilt sowohl bei der klassischen Zielführung als auch für die sehr beliebte Funktion der Rundtouren: Startpunkt suchen, Dauer und Himmelsrichtung auswählen, Routenvorschlag mithilfe der Schieberegler für Bauchigkeit und Kurvigkeit einstellen – perfekt! Entsprechend individuell darf die erste Testfahrt geplant werden. Einzige Vorgabe: Mittagessen um 13 Uhr in einem urigen Restaurant in Les Salles-sur-Verdon.

Stromverbrauch für Android-Phones zu hoch?

Dass sich die gesamte Gruppe zwei Stunden später unabgesprochen am Gorges du Verdon trifft, wird wohl daran liegen, dass Cruiser jedem der Tester dieselben schönen Kurven empfohlen hat. Und das völlig zu Recht, wie die Kommentare vor Ort deutlich machen. So fasst beispielsweise Anja zusammen: „Wahrscheinlich ist es hier überall genial. Aber was mir die App an Kurven vorgeschlagen hat, war super. Ich hatte vollen Ausschlag ausgewählt und eine fast schon zu kurvige Strecke erhalten.“ Thorsten hingegen scheut sich nicht, auch Kritik anzuführen: Der Stromverbrauch für Android-Phones ist zu hoch. Für genau solche Rückmeldungen ist Navigon an diesem Wochenende dankbar und verspricht, derlei Probleme noch vor dem mittlerweile erfolgten Start der App gelöst zu haben. Dass ein geringerer Stromverbrauch möglich ist, zeigt die zu diesem Zeitpunkt bereits weiter fortgeschrittene iOS-Version. In ihr waren auch schon mehr der Features umgesetzt, die sich Interessierte im Voraus über Facebook wünschen konnten.

Erster Eindruck: echt super!

Der Rest des Tages besteht aus ein bisschen Mittagessen, ganz viel Motorradfahren und jeder Menge Gespräche: So stellen die Entwickler am Abend weitere für Motorradfahrer interessante Features in Aussicht, während Ralf seine Fahraufnahmen und Kommentare als MotoVlog auf Youtube stellt und Anja ausführt, wie ein Puderzuckersieb ihrer Zephyr zu Glitzerlack verholfen hat. Doch hier wie da vergehen kaum fünf Sätze, ohne dass die App in irgendeiner Form gelobt wird. Daran ändert auch der Ortswechsel am zweiten Tag nichts. Wolfgang, mit 68 Jahren zwar der älteste, aber alles andere als der langsamste Teilnehmer des Events, führt eine Gruppe Tester nach Nizza und Monaco. Fazit: Auch zwischen den Küstenstädten können die vorgeschlagenen Routen überzeugen. Umso schwerer fällt später der Abschied von den Bikes, die leider schon die Rückfahrt nach Würzburg antreten. Bis zum Wiedersehen und dem Ausprobieren der App zu Hause bleibt den Testern daher nichts übrig, als wieder eine andere Freude des Lebens zu genießen: Das nächste Frühstück.

Foto: Navigon
Navigon Cruiser.
Navigon Cruiser.

Navigon Cruiser - alle Infos zur App

Seit dem 23. Mai 2017 ist Navigon Cruiser für iOS und Android erhältlich. Die App kann für sieben Tage kostenlos und mit vollem Funktionsumfang getestet werden.

Kartenumfang und Preise: Die App bietet Kartenmaterial für Europa (45 Länder), Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko, Puerto Rico) sowie Australien mit Neuseeland. Im Monatsabo kostet eine Region jeweils 3,99 Euro, im Jahresabo werden 19,99 Euro fällig. Eine unbegrenzte Nutzungsdauer kann für einmalig 59,99 Euro erworben werden. Darin enthalten sind mehrere App- und Karten-Updates pro Jahr. Noch bis 11. Juni bietet Navigon 20 Prozent Einführungsrabatt auf die unbegrenzt gültige Version, somit ist diese zum Preis von 47,99 Euro zu haben.

Voraussetzungen: Zwingend notwendig ist ein Android- oder iOS-Smartphone (Android ab Version 5.0, iOS ab Version 9). Als nützlich erweist sich Zubehör wie Smartphone-Halterung, Stromversorgung und Bluetooth-Headset. Für die Nutzung unterwegs bieten sich Handschuhe an, die die Bedienung des Touchscreens zulassen.

Highlights: Weder für die Routenplanung noch zur Navigation wird eine Internetverbindung benötigt. Die Karten sind in komprimierter Form auf dem Telefon gespeichert und sämtliche Routenberechnungen werden vom Smartphone ausgeführt. Gerade im Ausland oder an Orten mit schlechtem Empfang ist das von Vorteil. Durch große, frei belegbare Buttons und umfangreiche Routenplanungsoptionen (wie Kurvigkeit oder Dauer) ist die App speziell auf  Motorradfahrer zugeschnitten und zeigt auf Knopfdruck Tankstellen, Restaurants und Wettervorhersagen entlang der geplanten Route.

Infos: Eine Einführung in die vielen Funktionen und die Bedienung gibt Navigons Erklärvideo: https://vimeo.com/217160821. Weitere Infos finden Sie auf: cruiser.navigon.com

Foto: Beyl
Ralf Niedling, Kevin Margis, Roland Park, Wolfgang Ernst, Marco Weiß, Anja Jira, Sebastian Habenicht, Thorsten Tödter (von links oben nach rechts unten).
Ralf Niedling, Kevin Margis, Roland Park, Wolfgang Ernst, Marco Weiß, Anja Jira, Sebastian Habenicht, Thorsten Tödter (von links oben nach rechts unten).

Die Stimmen der Tester

Ralf Niedling (44): Mir gefallen vor allem die Anpassungen für das Navigieren auf dem Motorrad. Der Wow-Button bietet viel Potenzial für die Community.

Kevin Margis (26): Die Regler habe ich so eingestellt, wie es meinen Bedürfnissen gerecht wurde: leicht bauchig und sehr kurvig. Die Route war sehr überzeugend!

Roland Park (58): Man kann einfach sagen: „Ich habe jetzt zwei Stunden Zeit und möchte eine spannende Strecke fahren.“ Auf so etwas habe ich gewartet.

Wolfgang Ernst (68): Ich habe die App auch zu Hause schon ausprobiert. Und obwohl ich bereits 40 Jahre dort wohne, finde ich mit Cruiser noch tolle, neue Routen.

Marco Weiß (38): Ich bin mit der App Touren gefahren, die ich mir so auf dem Papier wahrscheinlich niemals hätte zusammenstellen können. Ich bin begeistert!

Anja Jira (52): Die App beschert dir genau die Kurvigkeit, die du willst. Die Ansagen und die Anzeigen auf dem Display kommen rechtzeitig und funktionieren super!

Sebastian Habenicht (26): Die App hat uns perfekte Kurven und Abwechslung serviert. Wir hatten komplett kurvig eingestellt, es war fast wie der Slalom in der Fahrschule.

Thorsten Tödter (49): Die App liefert genau das, was Motorradfahrer wollen. Von der Routenführung und Bedienbarkeit das Beste, das ich bisher probiert habe!

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