Ausprobiert Navigationsgerät Garmin Zumo 660 Europa

Das brandneue Zumo 660 von Navi-Spezialist Garmin löst das bewährte 550er ab. MOTORRAD testete das GPS-Gerät bei einem 3000-Kilometer-Trip durch Deutschland, Tschechien und Polen.

Foto: Sdun

Bedienung:
Das Zumo 660 lässt sich ausschließlich über den Touchscreen-Bildschirm bedienen (Zumo 550 besitzt vier Extra-Tasten für wichtige Grundfunktionen), dank ausreichend großer Tastflächen auch während der Fahrt stets sicher und fehlerfrei. Weiterhin umständlich bleibt jedoch die Anwahl wichtiger Ziele wie die nächstgelegene Tankstelle. Gut dagegen ist die Übersicht von Reiseinfos wie die Entfernung zum Zielort, Höhenmeter oder der Kompass.

Darstellung:
Mit gut auflösendem 4,3-Zoll-TFT-Bildschirm ist das Gerät nun in attraktiver Widescreen-Optik erhältlich. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Darstellung kontrastreich, eine automatische Tag-Nacht-Umstellung vermeidet, dass der Pilot bei Dunkelheit geblendet wird.

Navigation:
Von den Schwächen des 550ers im letzten MOTORRAD-Test (Ausgabe 6/2009) hat das neue Zumo 660 kaum etwas geerbt. Nur auf einem Abschnitt der MOTORRAD-Teststrecke leitete der Navigator in die Irre. Ansonsten wurden alle Zielvorgaben mit Bravour gelöst. Die Sprachanweisungen bei der Streckenführung ergänzt ein Fahrspurassistent mit zum Teil fotorealistischen Einblendungen. Berechnungen sehr langer Etappen (über 600 Kilometer) mit vielen Vorgaben überfordern das Gerät allerdings etwas, die Routenplanung kann dann fünf Minuten und länger dauern. Praxisgerecht und schnell bedienbar: das Eingabefenster. Ziele lassen sich sogar während eines Ampelstopps programmieren. Mit einem Streckennetz von 40 europäischen Ländern sowie einer Extra-Micro-SD-Karte mit rund 800 Touren in Europa aus dem MOTORRAD-Tourenplaner bleiben planerisch kaum Wünsche offen. Bekannt gut funktionieren wie beim Vorgänger Routenimport sowie Routenaufzeichnung (Tracking).

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Die Details

Halter:
Zum Lieferumfang gehört der Gerätehalter, der über eine stabile Kugelkopf-Verschraubung frei schwenkbar ist. Während der alte Halter umständlich gesichert werden muss, verhindert beim neuen der Schnappmechanismus unabsichtliches Öffnen sehr effizient. Im Halter integriert sind die Stromversorgung zum Anschluss an das Bordnetz sowie zusätzliche Eingänge zur Gerätesteuerung (USB, Audio, Mikrofon).

Multimedia:
Wörterbuch, Bildbetrachter, MP3-Player, Freisprecheinrichtung – prima, aber wer alle Vorzüge des Zumo 660 nutzen will, braucht die entsprechende Peripherie (ein mit Bluetooth-Kit ausgestatteter Helm). Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob sich etwa Telefon und Headset miteinander koppeln lassen. Sollte dieses nicht klappen, kann man aber immer noch auf die kabelgestützte Verbindung setzen.

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