Navigation und der richtige Halt In fester Beziehung

Was nützt das beste Navigationsgerät, wenn es nicht stabil am Motorrad zu befestigen ist? Die Lösungen ab Werk und aus der Zubehörszene im Überblick.

Foto: Sdun
Das Thema „Halterung“ ist nicht ohne. Beispiel TomTom: Bis heute treffen bei MOTORRAD Leserbriefe ein, die von massiven Problemen mit der originalen Geräteaufnahme für das Rider 1 berichten – bis hin zum Totalverlust des Navis. Bei dem Halter für das Nachfolgemodell haben sich die Niederländer der Kritik umfassend angenommen: Die Dockingstation für das Rider 2 ist derzeit das beste am Markt erhältliche Originalsystem.

Grundsätzlich müssen die Halterungen so konstruiert sein, dass sie die hohen Belastungen, die beim Motorradeinsatz auftreten, möglichst vom Gerät fernhalten. Insbesondere Vibrationen können auf Dauer sehr zerstörerisch wirken. Besonders gefährdet sind die Anschlussstellen zur Stromversorgung, denen bei intensivem Dauereinsatz Schaden droht. Gut ist, wenn der Halter wie beim TomTom-Anbausystem das komplette Gerät aufnehmen. Beim Garmin-Halter fehlt es dagegen an der Seiten-führung. Eine besonders gefällige Lösung bieten die Originalsysteme in puncto Stromversorgung: Beim Einschub der Navis werden diese automatisch mit dem Bordnetz verbunden und müssen nicht erst umständlich mit einer Steckdose verkabelt werden. Noch bleibt offen, wie Motorradneuling Becker das Haltesystem für den Crocodile lösen wird. Bislang befindet sich dieses im Prototypenstadium, serienreif soll die Halterung erst im zweiten Quartal dieses Jahres sein. Bei den Zubehörlösungen hat man es vor allem auf die Integration universaler Portable-Geräte abgesehen. Besonders beliebt: Tankrucksäcke mit aufgesteckten GPS-Haltern, die aber die Sicht auf die Instrumente stark einschränken können.

Die Originalhalter
TomTom:
Das Rider 2 wird auf die Dockingstation aufgeschoben und verriegelt dann absolut sicher. Zusätzlich kann es noch mit einer kleinen Halteschlaufe gesichert werden. Über eine Kugelkopfverschraubung von Ram Mount ist das Navi frei positionierbar.

Garmin:
Die Dockingstation lässt sich wie bei TomTom über eine frei positionierbare Kugelkopfverschraubung von Ram Mount am Motorrad befestigen, passt aber auch auf viele Haltevorrichtungen, wie sie von Motorradherstellern angeboten werden. Umständlich zu handhaben: die Sicherung gegen ein versehentliches Öffnen des Halters.

Die Zubehörlösungen
SW-Motech:
Auf einem Metallausleger, der am Tankrucksack aufgesteckt wird, lassen sich GPS-Taschen oder Originalhalter verschrauben. Auch mit Polo-Produkten kompatibel.

Wunderlich:
Der per Kugelgelenk frei schwenkbare Halterarm „Multipod“ kann problemlos mit einem Rohrlenker verschraubt werden. Auf diesem können dann verschiedene Trägerplatten oder GPS-Taschen montiert werden.

Touratech:
Bei der Modifizierung des originalen Halters für das Garmin Zumo hat man darauf geachtet, dass das Gerät seitlich gut abgestützt wird und abschließbar ist.

Held:
Beim Tankrucksack „Streak“ ist im Deckel ein aufklappbares Fach mit einer Klarsichttasche für Navis integriert, das über ein Scherengelenk fixiert wird. Der Blick aufs Cockpit ist dadurch aber nahezu vollständig verdeckt.

Anbieter:
Held, Tel. 08321/66460www.held.de
Polo, Tel. 01805/5225785www.polo-motorrad.de
SW-Motech, Tel. 06425/816800www.sw-motech.de
Touratech, Tel. 07728/92790www.touratech.de
Wunderlich, Tel. 02642/97980www.wunderlich.de

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