11.11.2010 Von: Jörg Lohse
Erschienen in: 24/ 2010 MOTORRAD

Produkttest: Motorrad-Navis Motorrad-Navigationsgeräte im Vergleichstest

Eine neue Generation von Motorrad-Navis mit wasserdichten Gehäusen und stabilen Halterungen soll den Markt beleben. Erfüllen diese elektronischen Landkarten nun alle Wünsche der Zweiradpiloten? Der Test klärt, wo noch Steine auf dem Weg liegen.

Motorrad Navigation Zielfahne schwenken

MOTORRAD testete fünf Navigationsgeräte für Motorradfahrer.  

Foto: Archiv  

Sie sollten es Ihrer Frau nicht gleich unter die Nase reiben, aber Motorradfahren ist ein teures Hobby. Das wird vor allem deutlich, wenn Sie auf der Suche nach speziellen Zubehörteilen für Ihr Gefährt sind. So zum Beispiel bei Navigationsgeräten. In den Läden stapeln sich die günstigen elektronischen Pfadfinder in allen Facetten und Formen. Doch an das Thema Motorradnavigation haben sich bislang nur wenige Hersteller gewagt. Die zu erwartenden Absatzzahlen sind im Vergleich zu Pkw-Produkten gering. Zudem erfordern Motorradnavis einen deutlich höheren Entwicklungsaufwand, was den Preis in die Höhe treibt.

Natürlich lassen sich handelsübliche Low-budget-Geräte unter 100 Euro auch irgendwie am Motorrad unterbringen. Allerdings muss man bei einer solchen Lösung eine gewisse Portion Leidensfähigkeit mitbringen und sich frühzeitig darauf einstellen, dass man die Rustikallösung irgendwann gefrustet in die Ecke feuert.


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Zum A und O eines guten Motorrad-Navis zählt deshalb ein robustes, wetterfestes Gehäuse. Alle Geräte in diesem Test erfüllen den IPX-7-Standard. Der Schutzgrad für elektrische Betriebsmittel besagt: Das Gerät hält rund eine halbe Stunde unter Wasser dicht. Ein Aspekt, den man als Motorradfahrer nicht vernachlässigen sollte. Navis, die nur spritzwassergeschützt sind (IPX-4), können schon bei einem Regenschauer Schaden nehmen. Ob der Hersteller diesen als Garantiefall behandelt, ist mehr als fraglich. Gleiches gilt für die angesagten Smartphones à la Apple I-Phone und Co. Feuchtigkeit gepaart mit Vibrationen können den empfindlichen Geräten schnell den Garaus machen.

Natürlich ließe sich das Navi durch spezielle Tankrucksack-Adapter auch wasserdicht einpacken. Nur ist es dann meist vorbei mit der guten Draufsicht, von einer Bedienung des Gerätes mit wurstigen Handschuhen ganz abgesehen. Deshalb sollte ein gutes Motorradnavi bereits ab Werk mit einer soliden Halterung versehen sein. Bewährt haben sich die robusten Kugelkopfverschraubungen von Ram-Mount, mit denen sich das Navi an fast jedem Bike, vom Allrounder bis zum Superbike, befestigen läßt. Eine solche Halterung sollte das Gerät sicher aufnehmen und beim Einschub mit Bordstrom versorgen. Was fehlt zum guten Schluss? Eine aktuelle, verlässliche Landkarte natürlich. Auf die sollte bei der Routenplanung auf keinen Fall verzichtet werden.


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