100 PS-Limit in Europa: Studie (Archivversion) Völlig unsinnig

»Motorengröße ist kein Risikofaktor.« Zu diesem Schluß kommen Vertreter der holländischen Prüforganisation TNO, die im Auftrag des Europäischen Rats und Parlaments eine Untersuchung über den Sinn oder Unsinn eines 100-PS-Limits für Motorräder vorlegten. Der erste, fertige Teil der Studie schafft einen Überblick über bereits vorhandene Untersuchungen. Das Ergebnis: Leistungsstarke Motorräder sind statistisch gesehen zwar in mehr Unfälle verwickelt, aber die Besitzer solcher Maschinen fahren auch weit mehr Kilometer pro Jahr als die von PS-schwächeren Bikes. Werden beide Faktoren zusammengenommen, ist das Risiko pro gefahrenem Kilometer für beide Gruppen gleich hoch. Deshalb gibt es keine beweisbare Verbindung zwischen Motorleistung und Unfallhäufigkeit. Die Faktoren, die eine Rolle spielen, sind Alter und Erfahrung des Fahrers sowie die Kilometerleistung. Der zweite Teil der Studie ist noch in diesem Jahr fällig. Dann entscheiden die europäischen Gremien über das 100-PS-Limit.

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