125er (Archivversion)

Robert Locatelli fegte bei den 125ern überraschend auf und davon. Der kleine Italiener war mit dem Teufel im Bunde.

Nach dem Training klagten die Aprilia-Werksfahrer, beim Beschleunigen hätten sie gegen die Honda-Piloten keine Chance.Doch im Rennen stellte Roberto Locatelli die Rangordnung auf den Kopf und zog mit einer makellosen Fahrt zu seinem ersten Grand Prix-Sieg auf und davon. »Heute bin ich gefahren wie Doohan, Biaggi oder Rossi zu ihren besten Zeiten«, triumphierte der 24jährige Blondschopf, der seine Kontrahenten ganz offensichtlich verhext hatte: Denn auf dem Podium lachte er plötzlich mit dem leibhaftigen Teufel um die Wette.Um volle sechs Sekunden distanzierte Locatelli seine Verfolger, doch um Platz zwei gab es das bei den 125ern übliche Gerangel. Vor 55 000 begeisterten Zuschauern zwängte der Franzose Arnaud Vincent eine zweite Aprilia am Honda-Establishment vorbei auf Rang zwei, und der Spanier Emilio Alzamora faßte sich ein Herz und vertrieb den bislang unangefochtenen WM-Leader Masao Azuma vom dritten Platz.

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