125er (Archivversion)

Kazuto Sakata holte seinen ersten Grand Prix-Sieg in Japan, Kollege Tomomi Manako feierte eine fulminante Aufholjagd.

Rennveteran Kazuto Sakata hatte 1994 zwar den WM-Titel, aber noch nie den Grand Prix in Suzuka gewonnen und feierte den langersehnten Triumph um so ausgiebiger. Das eigentliche Husarenstück zum Doppelsieg für Sponsor UGT 3000 lieferten aber Tomomi Manako und sein von Mario Rubatto geführtes Honda-Team. Im Abschlußtraining von Motordetonationen auf Startplatz 18 zurückgeworfen, wurde die Maschine mit einem dickeren Auspuff vollkommen neu aufgebaut. Tags darauf ging die Aufholjagd auf der Strecke weiter: Nach einer Runde Elfter, zog Manako förmlich Kreise um seine Kollegen und blies in der letzten Runde sogar zweimal zum Angriff. »Sakata hatte deutlich mehr Power, das hat ihn gerettet. Doch ich bin trotzdem happy«, schmunzelte Manako. Marlboro-Aprilia-Werksfahrer Steve Jenkner verpaßte das Ziel, weil die Nikasilbeschichtung seines Zylinders abplatzte, reiste aber trotzdem nicht ganz unzufrieden aus Japan ab. »Nach den Tests habe ich gedacht, auweia - doch von den Rundenzeiten her lief es im Rennen super. Ich habe ruck, zuck aufgeholt und binnen zwei Runden fünf Mann überholt!« Sogar an Docshop-Pilot Masaki Tokudome war Jenkner vor seinem Ausfall längst vorbei - und der wurde immerhin Achter.

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