125er-Klasse: Bilanz (Archivversion)

Nur umsonst ist billiger. Wer auf einer Suzuki GN 125 im Jahr 5000 Kilometer zurücklegt, dabei zwei Drittel von einen Satz Reifen verschleißt, den Chopper schön brav zur Inspektion bringt, ihn einigermaßen günstig versichert (Haftpflicht: 150 Mark, Teilkasko mit 300 Mark Selbstbeteiligung: 60 Mark) und, wie es sich für ein Leichtkraftrad gehört, keinen Pfennig Kfz-Steuer bezahlt, blecht pro Kilometer 17,5 Pfennige - ohne Einberechnung des Wertverlusts. Letzterer hat sich seit Einführung der 125er Klasse ohnehin drastisch verringert. Statt bis zu 2000 Mark im ersten Jahr, wie der »Schwacke« noch vermerkt, beläuft sich der Wertverlust heuer auf maximal 15 Prozent des Listenpreises. Den miteinkalkuliert kommt der Kilometer auf 26,1 Pfennig. Dazu die Einstandskosten fürs Motorrad, 4790 Mark, und einen Tausender für die nötigen Klamotten. Für 16- bis 18jährige kommt’s aufgrund der höheren Versicherungstarife etwas teurer: 26,6 Pfennige für den Kilometer ohne Wertverlust, 37 Pfennige mit.Beim beliebten 125er Roller Piaggio TPH sieht die Rechnung folgendermaßen aus: Autofahrer löhnen für den Kilometer ohne Wertverlust 17,9 Pfennige, mit sind’s 27,9, während die Kids mit 22,0 beziehungsweise 32,0 Pfennigen zur Kasse gebeten werden. Vorher müssen auf den Tisch: 4795 Mark für den Scooter, 1000 für Klamotten und Topcase.

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