125er-Klasse (Archivversion)

Ohne Fehler

Der 18-jährige Andrea Dovizioso fuhr konstant und überlegt zum 125er-WM-Titel.

Der Titelträger in der kleinsten Klasse stand schon nach der zweiten Runde des
Malaysia-Grand-Prix fest: Als der führende Hector Barberá stürzte, war Andrea
Dovizioso beim Australien-GP nicht mehr einholbar und somit neuer Champion. In der Auslaufrunde streifte er sich zum vorbereiteten Weltmeister-T-Shirt einen Reifen über, aus dem ein gigantischer Nagel hervorragte – Erinnerung an den Portugal-Grand-Prix, bei dem der 18-jährige Italiener eine kleinere, aber nicht minder fatale Schraube aufgepickt und das Rennen mit plattem Reifen verloren hatte.
Das reichte nicht, um ihn aufzuhalten. Denn von diesem Pech abgesehen, hatte
Dovizioso überall gepunktet, auf allen Strecken Plätze zwischen eins und vier erzielt und die WM-Tabelle vom ersten bis zum letzten Rennen angeführt – ein Kunststück, das
seit Haruchika Aoki im Jahr 1995 keinem 125er-Piloten mehr gelungen war.
Seine Konstanz und Souveränität
erklären sich aus der Tatsache, dass
Dovizioso schon seit 14 Jahren Gas gibt. Mit vier erhielt er von seinem Offroad-begeisterten Vater den ersten Mini-Crosser, mit sieben bestritt er das erste Straßenrennen. Sein erstes ausgewachsenes Rennmotorrad bewegte er mit 14 in der Aprilia-Challenge, mit 15 war er bereits Europameister, mit 16 stieg er in die Weltmeisterschaft ein.
Zwei Jahre ging es mit dem käuflichen Honda-Fahrwerk auf und ab, doch nachdem er dieses Jahr das Spezial-Chassis von Dani Pedrosa erhalten hatte, war er nicht mehr zu stoppen – und hat für die Zukunft bereits höhere Ziele. Nächstes Jahr wird er auf einer Honda 250 Gas geben.
Seine Startnummer steht bereits
fest: Als glühender Anhänger von Kevin Schwantz trägt Dovizioso die 34 auf der Verkleidung. Im Hurra-Stil seines Kindheits-Idols hätte er seinen Titelgewinn gern mit dem Laufsieg in Malaysia
gekrönt, doch einer war noch schneller: Casey Stoner bescherte KTM den ersten Sieg in der Straßen-Weltmeisterschaft. fk
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(Archivversion) - Mit Erfolg

Die Schule des spanischen Ex-Rennfahrers Alberto Puig hat wieder einen Weltmeister hervorgebracht: Dani Pedrosa siegte bei den 250ern.
Vor einem Jahr hatte Dani Pedrosa in Australien die düsterste Stunde seiner jungen Karriere erlebt: Als frisch gebackener 125er-Weltmeister in Phillip
Island angekommen, brach er sich bei einem Sturz in den ersten Minuten des ersten freien Trainings beide Fußgelenke. Statt seinen Titel zu feiern, verbrachte der Teenager die nächsten fünf Monate im Rollstuhl, bevor er sich zum ersten Mal auf seine neue 250er schwingen konnte.
Dieses Jahr stürzte der Spanier im Abschlusstraining, kam aber mit dem Schrecken und einigen Prellungen davon, die sein Mentor Alberto Puig mit Eis behandelte. Und so konnte am Ende doch jene Party in Australien steigen, mit der er die alptraumhaften Erinnerungen endlich aus dem Gedächtnis fegte: Weil ihm nach dem überlegenen Sieg in
Malaysia nur noch zwei Punkte gefehlt hatten, reichte ihm der vierte Platz hinter dem Aprilia-Trio Sebastian Porto, Alex de Angelis und
Manuel Poggiali dicke zum vorzeitigen Gewinn der 250er-Weltmeisterschaft.
In nur einer Saison hatte das 47-Kilo-
Fliegengewicht die Grand-Prix-Mittelklasse erobert und den bisher von Marco Melandri gehaltenen Jugendrekord für den WM-Titel um über ein Jahr unterboten: Pedrosa war mit 19 Jahren und 18 Tagen wie schon 2003 bei den 125ern jüngster Champion aller Zeiten.
Das macht die mentale Stärke des Spaniers nur noch imponierender. So geduldig, wie er im Winter auf die Heilung seiner
Knöchel gewartet hatte, so beharrlich kämpfte er die Rennsaison über gegen ein anderes Problem, das sein Team der Öffentlichkeit gegenüber sorgfältig geheim gehalten hatte: Schon ab den ersten Tests auf der 250er litt
er an dem unter Rennfahrern verbreiteten
Karpaltunnelsyndrom im rechten Unterarm. Erst nach dem Portugal-GP entschied er
sich für eine Operation. »Wir müssen ja nicht alles ausplaudern. Dieses Problem zu verraten hätte die Konkurrenten nur stärker gemacht«, entschied Alberto Puig.
Der Ex-GP-Star hatte Pedrosa in einem von ihm selbst organisierten Junior-Cup entdeckt, sorgfältig aufgebaut, gleichzeitig aber auch rigoros zur Härte gegen sich selbst erzogen. »Trotzdem habe ich ihm nur geholfen, sein Talent zu entfalten. Einen wie Dani zu
finden ist auch für mich wie ein Lottogewinn«, gibt Puig zu. Im Gegensatz zu vielen Kollegen wirkt Pedrosa im Fahrerlager meist ernst und in sich gekehrt. Falls er nicht über sein Motorrad nachgrübelt, schmökert er in der Biografie von Radprofi Lance Armstrong, dessen Philosophie ihm viel bedeutet. Auf
die Frage, wen er am liebsten besiegt, antwortet der 19-Jährige denn auch kurz: »Mich.« fk

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Vor einem Jahr hatte Dani Pedrosa in Australien die düsterste Stunde seiner jungen Karriere erlebt: Als frisch gebackener 125er-Weltmeister in Phillip
Island angekommen, brach er sich bei einem Sturz in den ersten Minuten des ersten freien Trainings beide Fußgelenke. Statt seinen Titel zu feiern, verbrachte der Teenager die nächsten fünf Monate im Rollstuhl, bevor er sich zum ersten Mal auf seine neue 250er schwingen konnte.
Dieses Jahr stürzte der Spanier im Abschlusstraining, kam aber mit dem Schrecken und einigen Prellungen davon, die sein Mentor Alberto Puig mit Eis behandelte. Und so konnte am Ende doch jene Party in Australien steigen, mit der er die alptraumhaften Erinnerungen endlich aus dem Gedächtnis fegte: Weil ihm nach dem überlegenen Sieg in
Malaysia nur noch zwei Punkte gefehlt hatten, reichte ihm der vierte Platz hinter dem Aprilia-Trio Sebastian Porto, Alex de Angelis und
Manuel Poggiali dicke zum vorzeitigen Gewinn der 250er-Weltmeisterschaft.
In nur einer Saison hatte das 47-Kilo-
Fliegengewicht die Grand-Prix-Mittelklasse erobert und den bisher von Marco Melandri gehaltenen Jugendrekord für den WM-Titel um über ein Jahr unterboten: Pedrosa war mit 19 Jahren und 18 Tagen wie schon 2003 bei den 125ern jüngster Champion aller Zeiten.
Das macht die mentale Stärke des Spaniers nur noch imponierender. So geduldig, wie er im Winter auf die Heilung seiner
Knöchel gewartet hatte, so beharrlich kämpfte er die Rennsaison über gegen ein anderes Problem, das sein Team der Öffentlichkeit gegenüber sorgfältig geheim gehalten hatte: Schon ab den ersten Tests auf der 250er litt
er an dem unter Rennfahrern verbreiteten
Karpaltunnelsyndrom im rechten Unterarm. Erst nach dem Portugal-GP entschied er
sich für eine Operation. »Wir müssen ja nicht alles ausplaudern. Dieses Problem zu verraten hätte die Konkurrenten nur stärker gemacht«, entschied Alberto Puig.
Der Ex-GP-Star hatte Pedrosa in einem von ihm selbst organisierten Junior-Cup entdeckt, so
Vor einem Jahr hatte Dani Pedrosa in Australien die düsterste Stunde seiner jungen Karriere erlebt: Als frisch gebackener 125er-Weltmeister in Phillip
Island angekommen, brach er sich bei einem Sturz in den ersten Minuten des ersten freien Trainings beide Fußgelenke. Statt seinen Titel zu feiern, verbrachte der Teenager die nächsten fünf Monate im Rollstuhl, bevor er sich zum ersten Mal auf seine neue 250er schwingen konnte.
Dieses Jahr stürzte der Spanier im Abschlusstraining, kam aber mit dem Schrecken und einigen Prellungen davon, die sein Mentor Alberto Puig mit Eis behandelte. Und so konnte am Ende doch jene Party in Australien steigen, mit der er die alptraumhaften Erinnerungen endlich aus dem Gedächtnis fegte: Weil ihm nach dem überlegenen Sieg in
Malaysia nur noch zwei Punkte gefehlt hatten, reichte ihm der vierte Platz hinter dem Aprilia-Trio Sebastian Porto, Alex de Angelis und
Manuel Poggiali dicke zum vorzeitigen Gewinn der 250er-Weltmeisterschaft.
In nur einer Saison hatte das 47-Kilo-
Fliegengewicht die Grand-Prix-Mittelklasse erobert und den bisher von Marco Melandri gehaltenen Jugendrekord für den WM-Titel um über ein Jahr unterboten: Pedrosa war mit 19 Jahren und 18 Tagen wie schon 2003 bei den 125ern jüngster Champion aller Zeiten.
Das macht die mentale Stärke des Spaniers nur noch imponierender. So geduldig, wie er im Winter auf die Heilung seiner
Knöchel gewartet hatte, so beharrlich kämpfte er die Rennsaison über gegen ein anderes Problem, das sein Team der Öffentlichkeit gegenüber sorgfältig geheim gehalten hatte: Schon ab den ersten Tests auf der 250er litt
er an dem unter Rennfahrern verbreiteten
Karpaltunnelsyndrom im rechten Unterarm. Erst nach dem Portugal-GP entschied er
sich für eine Operation. »Wir müssen ja nicht alles ausplaudern. Dieses Problem zu verraten hätte die Konkurrenten nur stärker gemacht«, entschied Alberto Puig.
Der Ex-GP-Star hatte Pedrosa in einem von ihm selbst organisierten Junior-Cup entdeckt, sorgfältig aufgebaut, gleichzeitig aber auch rigoros zur Härte gegen sich selbst erzogen. »Trotzdem habe ich ihm nur geholfen, sein Talent zu entfalten. Einen wie Dani zu
finden ist auch für mich wie ein Lottogewinn«, gibt Puig zu. Im Gegensatz zu vielen Kollegen wirkt Pedrosa im Fahrerlager meist ernst und in sich gekehrt. Falls er nicht über sein Motorrad nachgrübelt, schmökert er in der Biografie von Radprofi Lance Armstrong, dessen Philosophie ihm viel bedeutet. Auf
die Frage, wen er am liebsten besiegt, antwortet der 19-Jährige denn auch kurz: »Mich.« fk

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Valentino Rossi ist womöglich der beste, ganz sicher aber
der bestbezahlteste Motorrad-
rennfahrer aller Zeiten. Zu seinem Yamaha-Grundgehalt von zehn
Millionen Euro addieren sich weitere 250000 Euro pro Sieg sowie eine zusätzliche Million für den Titelgewinn, insgesamt 13 bis 13,5 Millionen Euro. Am Merchandising seiner bunten Fanartikel verdient er weitere drei Millionen. 6,6 Millionen Euro
berappen seine privaten Sponsoren: 2,4 Mio. die Bierbrauerei »Nastro Azzurro«, 1,5 Mio. das Telefonunternehmen »Rosso Alice Telekom«,
1,2 Mio. die Lederschneiderei Dainese. Hinzu kommen 1 Mio. von Helmhersteller AGV sowie 0,5 Mio. Euro von Bau-Klebstoffhersteller »Kerakoll«. 18 Prozent der Gesamtsumme gehen an seinen Manager Gibo Badioli, zehn Prozent an Vater Graziano, weitere zehn an Mutter Stefania. Mit einem Jahreseinkommen von insgesamt 22,8 Mio. Euro liegt Rossi laut dem Magazin
»Forbes« in der Geldrangliste der Sportler auf Platz vier hinter Golfprofi Tiger Woods (64,5 Mio.),
Formel-1-Superstar Michael Schumacher (64,5 Mio.), dem amerikanischen Football-Quarterback Peyton Manning (33,9 Mio.) und noch vor dem Tennis-Weltranglisten-Siebten André Agassi (22,6 Mio.)

(Archivversion)

Platz acht in Startreihe drei – das
war das bisher beste Qualifikationsergebnis des deutschen MotoGP-Piloten Alex Hofmann. Weil er den Start verpatzte und eine härtere Gummimischung für den Hinterreifen als Shinya Nakano gewählt hatte, fiel er im Rennen hinter seinen Kameraden im Kawasaki-Werksteam zurück.

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