125er-WM (Archivversion)

Grand Prix Compact

Die tschechische Berg-und-Tal-Bahn stellt hohe Ansprüche an den
Grip der Vorderreifen, weil einige Kurven
bergab angefahren werden. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die auf Medium-Reifen setzte, wählte Valentino Rossi vorne einen weichen und hinten einen harten Pneu.

125 cm3 WM-Stand
Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min.) Fahrer Punkte
1. Alvaro Bautista (E) Aprilia 41.00,673 Bautista 230
2. Mika Kallio (FIN) KTM +0,028 Kallio 161
3. Gabor Talmacsi (HUN) Honda +11,409 Pasini 147
4. Sergio Gadea (E) Aprilia +11,843 Gadea 133
5. Thomas Lüthi (CH) Honda +12,155 Faubel 123
6. Mattia Pasini (I) Aprilia +12,263 Pesek 102
7. Nicolas Terol (E) Derbi +14,750 Lüthi 91
8. Joan Olive (E) Aprilia +14,792 Talmacsi 81
9. Pablo Nieto (E) Aprilia +15,722 Corsi 71
10. Fabrizio Lai (I) Honda +35,170 Olive 68
11. Sandro Cortese (D) Honda +40,494 Nieto 57
12. Stefan Bradl (D) KTM +40,544 Lai 56
13. Mike di Meglio (F) Honda +41,465 Simon 46
14. Manuel Hernandez (E) Aprilia +49,629 Terol 31
15. Simone Corsi (I) Gilera +51,402 de Rosa 28
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GP-Termine 2007 (Archivversion) - GP-Termine 2007

Im kommenden Jahr müssen
die MotoGP-Stars 18 Mal ran.
Weil in Italien künftig zwei Rennen steigen – neben Mugello wurde der San Marino-GP in Misano wieder belebt –, stehen 2007 nicht
weniger als 18 Grand Prix auf dem Programm. Der vorläufige Kalender: 17. 3. Doha/Qatar,
25. 3. Jerez/Spanien, 22. 4. Shanghai/China,
6. 5. Istanbul/Türkei, 20. 5. Le Mans/Frankreich, 3. 6. Mugello/Italien, 10. 6. Barcelona/Spanien, 24. 6. Donington Park/England, 30. 6. Assen/
Holland, 15. 7. Sachsenring/Deutschland,
22. 7. Laguna Seca/USA, 19. 8. Brünn/Tschechien, 2. 9. Misano/Italien, 23. 9. Motegi/Japan, 7. 10. Phillip Island/Australien, 14. 10. Sepang/
Malaysia, 28. 10. Estoril/Portugal, 4. 11. Valencia/
Spanien. fk

Nein zu Biaggi (Archivversion) - Nein zu Biaggi

Loris Capirossi hat seinen Vertrag mit Ducati bis Ende 2007 verlängert, der Verpflichtung von Max Biaggi als Teamkollege jedoch eine klare Absage erteilt.
Details zur Vertragsverlängerung wollte
Capirossis Manager Carlo Pernat zwar nicht preisgeben, aber sein Kommentar – »Beide Vertragspartner sind mit dem erreichten Ergebnis sehr glücklich« – lässt darauf schließen, dass
es ihm gelungen ist, für seinen Schützling die
gewünschte Gehaltserhöhung auf vier Millionen Euro pro Jahr auszuhandeln. Ob Capirossi sich auch schriftlich zusichern ließ, dass ihm Max
Biaggi (oben links) wie gewünscht als Team-
kollege erspart bleibt, ließ Pernat offen. Biaggi könnte jedoch via Umweg über das Pramac-
Ducati-Team des Spaniers Luis d’Antin an einen MotoGP-Renner aus Bologna kommen und Teamkollege des für 2007 bestätigten Alex
Hofmann werden. D’Antin hat Interesse, sofern
Biaggi zahlungskräftige Sponsoren mitbringt, verhandelt aber auch mit Ex-Superbike-Weltmeister James Toseland. ebr/fk

Die deutschen 125er-Piloten (Archivversion) - Germany – nine Points

Die deutschen 125er-Piloten Sandro Cortese (11) und Stefan
Bradl (17) lieferten in Brünn ihr jeweils bestes GP-Ergebnis ab.
Alvaro Bautista setzte sich in einem ergreifenden Foto-Finish gegen KTM-Star Mika Kallio durch und baute seine WM-Führung in der 125er-Klasse mit dem fünften Saisonsieg weiter aus. Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit verdienten sich die deutschsprachigen Piloten: Thomas Lüthi kämpfte sich trotz unterlegener Motorleistung vom 15. Startplatz auf den fünften Schlussrang, sein schwäbischer Teamkollege Sandro Cortese buchte als Elfter sein bislang bestes Grand-Prix-Resultat – ebenso wie KTM-Junior Stefan Bradl, der ein episches Duell mit Cortese nur um fünf Hunderstelsekunden verlor. »Ich hatte einen Super-Start, doch Bradl hat mich auf der ersten Geraden überholt. Erst in
der letzten Runde bin ich an ihm vorbeigekommen, habe dafür aber auch 120 Prozent
gegeben«, schilderte der 16-Jährige, dessen Elit-Caffè-Latte-Team ihn auch 2007 weiter beschäftigen wird. »Mein Start war mittelprächtig, doch danach war ich
immer in meiner Gruppe vorn mit dabei. Sandro hat mich in der letzten Runde ausgebremst, und beim Beschleunigen ist mir dann das Hinterrad weggegangen und ich mussste kurz Gas wegnehmen. Mein Moped ist granatenmäßig gegangen, deshalb kam ich im Bergaufstück wieder heran. Aber es hat halt nicht ganz gereicht«, schilderte Bradl. »Stefan hat die ersten Punkte eingefahren – absolut perfekt«, applaudierte
Teamchef Dieter Stappert. fk

250er (Archivversion) - Große und kleine Erfolge

Während Jorge Lorenzo bei den 250ern seine WM-Führung festigte, hatte Dirk Heidolf erstmals Teamkollege Anthony West im Griff.
Jorge Lorenzo gewann den 250er-Grand-Prix von Brünn, baute seine WM-Führung auf sieben Punkte aus und kann den letzten Rennen der Saison gelassen entgegensehen: Seine Werks-Aprilia ist das überlegene Motorrad, die Vertragsver-
längerung für ein weiteres Jahr im Team seines Managers Dani Amatriain bestätigt, der Aufstieg in die MotoGP-Kategorie erst für 2008 angepeilt. Um in der Tabelle
am Ball zu bleiben, quetschte sich Lorenzos Titelrivale Andrea Dovizioso mit seiner
in Sachen Geschwindigkeit unterlegenen Honda in der letzten Runde an KTM-Pilot
Hiroshi Aoyama vorbei auf Platz zwei. Der Japaner freute sich trotzdem über seinen vierten Podestplatz, zumal seine Maschine eine technische Feuertaufe bestanden hatte: KTM-Konstrukteur Harald Bartol hatte die bei den 125ern bewährte elektronische Zusatz-Einspritzung erstmals auch bei den 250er-Prototypen eingesetzt.
Gemischte Gefühle herrschten im deutschen Kiefer-Aprilia-Team: Während Nummer-eins-Pilot Anthony West wegen einer gebrochenen Zündkerze an die Box rollte, zeigte sich sein Teamkollege Dirk
Heidolf in bestechender Form: Schon als 15. im Training klar vor West, hängte er den Australier im Rennen nach vier Runden ab und kämpfte sich bis zum Zieleinlauf an die elfte Stelle
vor. »Ich fand schnell einen
guten Rhythmus und konnte
das Tempo in meiner Gruppe mitgehen. Selbst Jakub Smrz, der ein schnelleres Motorrad hat, habe ich zweimal attackiert, aber er fuhr einfach wieder
vorbei. Was ich heute erreicht habe, war das Maximum des Möglichen.« fk

Honda: 125er (Archivversion) - Endstation

Honda entwickelt die 125er-
GP-Maschine nicht weiter.
Aprilia will noch in diesem
Jahr eine neue 125er mit Drehschiebereinlass hinter statt an der Seite des Zylinders vorstellen – Honda dagegen stoppt die Weiterentwicklung der RS 125 komplett und dürfte damit 2007 nur noch durch Nachwuchsfahrer vertreten sein. Die schnellsten Honda-Piloten der Achtelliterklasse, der in Brünn Drittplatzierte Gabor Talmacsi und der noch amtierende Weltmeister Tom Lüthi, suchen das Weite und peilen den Aufstieg in die 250er-Klasse an. Lüthis Teamchef Epp plant einen Wechsel zu Aprilia, falls ihm Honda nicht unschlagbare Konditionen bietet. Immerhin: Die NSR 250 für 2007 soll mit einem neuen Rahmen, besserer Aerodynamik, modifizierter Kühlung und höherer Motorleistung gerüstet werden. fk

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