125er: Zu wenig Neues (Archivversion) 125er: <br /><br /> zu Wenig neues

Das allgemeine Wehklagen über den mangeln-
den Motorradfahrer-Nachwuchs nervt. Statt Jammern ist Handeln notwendig. Geile 125er müssen her, damit die 16-jährigen Youngster nicht nur von dem
allgemeinen Computer-Handy-X-Box-Werbehype beaufschlagt werden, sondern eine echte und sinnliche Erlebnis-Alternative
geboten bekommen.
Den Status quo überprüft MOTORRAD jedes Jahr. Ein
125er-Vergleichstest zeigt, was wie funktioniert, jede noch so kleine Neuheit in diesem Segment wird vorgestellt, besprochen, bewertet. Viel kommt ja eh nicht.
In dieser Ausgabe treten die 125er-Sportler an. Ein Häufchen von fünf Maschinchen, manche bereits seit 15 Jahren auf dem Markt. Außer Honda mit der lobenswerten und erfolgreichen
CBR 125 R beteiligt sich kein Großserienhersteller an der Nachwuchsarbeit kraft Modellprogramm.
Kawasaki mit einer ER-1f oder ZX-125 R? Fehlanzeige. Yamaha mit einer kleinen R1? Nicht mal davon zu träumen.
Suzuki mit einer GSX-R 125? Keine Chance. Und auch in der zweiten Reihe der Produzenten tut sich kaum etwas: KTM,
in der 125er-WM vorne mit dabei, doch ein Straßenableger? Keine Diskussion. Ducati, Monster 125 oder 125 RR? Niente.
Und BMW? Die hätten mit dem Motor für den teuren Flop
C1 sogar einen perfekten Antrieb im Regal liegen – aber 125er passen nicht in die Premium-Strategie, so die Antwort aus
der Marketing-Abteilung!
Folglich bleibt es nur bei ein paar mutigen Kleinherstellern
wie Hyosung, Rieju, Cagiva und Aprilia, die sich um unseren Nachwuchs kümmern. Ob das die richtige Strategie ist, die
Szene im Jahr 2020 zu sichern?

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