125er––––– (Archivversion)

Sturzkönig Lucio Cecchinello feierte seinen ersten Sieg - und Tomomi Manako stürzte vom Titelfavoriten zum Außenseiter ab.

Tomomi Manako stürzte zwei Runden vor Schluß wegen eines Kolbenklemmers und riß seinen Verfolger Mirko Giansanti, den er unmittelbar zuvor überholt hatte, mit ins Aus. »Jetzt ist der WM-Titel weg«, schwante Teamchef Mario Rubatto nach dem zweiten Ausfall hintereinander. Kazuto Sakata konnte seinen Vorsprung in der WM-Tabelle auf 30 Punkte vor seinem zweitplazierten UGT 3000-Kollegen Manako ausbauen. Er war aber trotzdem nicht begeistert von seinem vierten Platz im Rennen und forderte Vollgas bei der technischen Weiterentwicklung seiner Aprilia, um die dank neuer Werksteile als übermächtige Armada auftretenden Honda-Piloten in Schach halten zu können. Lucio Cecchinello hatte bereits vor Manakos Havarie die Spitze übernommen und den Sturz seiner Markengefährten gar nicht mitgekriegt. »Jedermann kennt mich als Sturzkönig. Jetzt ist mir endlich der erste Sieg geglückt«, strahlte der Italiener und widmete seinen Erfolg dem verletzten Teamkollegen Nobby Ueda.Dessen japanischer Vertreter Hiroyuki Kikuchi, Siebter beim Grand Prix in Suzuka, wurde hinter Marco Melandri Dritter und machte den Erfolg des Givi-Honda-Teams komplett. Auch Steve Jenkner zog sich achtbar aus der Affäre: Nach schlechtem Start kämpfte sich der tapfere Sachse noch auf Rang zehn.

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